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(M)ein kunterbunter Blog rund um Nähen, Fotografie, Wandern, Kochen und viele andere schöne Dinge.

Chronik eines Rocks | antetanni näht

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ER ist fertig! 

antetanni_naeht_RockChronik eines Rocks

Tag 1: Er hat begonnen – der Nähkurs. Begonnen mit meinem Wunsch, einen Rock zu nähen. Da ich aber weder Stoff noch Schnittmuster hatte, habe ich mich durch diverse Schnittmusterbücher gewühlt und mich schließlich für dieses Modell von Butterick entschieden. Nachdem ich dann zusammen mit unserer wunderbaren Kursleiterin Ellen einen passenden Stoff ausgesucht hatte, ging es ans Zuschneiden. So ein Schnittmusterbogen ist schon so eine Sache für sich, will ich meinen. Wie soll man sich in dem Gewirr der ganzen Striche und Angaben zurecht finden? Der Bogen hätte genauso gut das Metronetz von London, New York oder Paris darstellen können, wobei ich davon überzeugt bin, mich in diesen Metropolen besser zurecht zu finden :-). Dank Ellens Hilfe habe ich mich mit der Schere drangemacht, die für meinen Rock benötigten Teile ausfindig zu machen und auszuschneiden, sie auf den Stoff zu pinnen und schließlich die einzelnen Teile auszuschneiden. Und schon am ersten Nähkurstermin habe ich die Stoffbahnen zusammengenäht…. Fazit Tag 1: Nur Mut!

Tag 2: Bund und Falten. Taillenweite ausmessen, Einlage in den Bund gebügelt, Falten am Rock gesteckt und Bund angeheftet. Alles wieder aufgetrennt, der Rock war viel zu weit (was habe ich da vorher gemessen?), das mit den Falten passte vorne und hinten nicht. Erste Verweiflung machte sich breit. Kein Grund zur Panik, geduldig noch mal probiert. Alles passt. Fazit Tag 2: Es liegt noch ein weiter Weg vor mir!

Tag 3: Versäumen. Reißverschluss. Noch nie zuvor saß ich an einer Overlock-Maschine. Was für ein Fadenwirrwarr. Zum Glück musste ich nichts einfädeln oder einstellen, alles war schon passend vorbereitet. Eine Zaubermaschine, das muss ich sagen. Blitzschnell wurden die Kanten superschön ordentlich umnäht und auch der überschüssige Stoff in einem Arbeitsgang abgesäbelt. Tolle Sache. Sicher muss man sich allerdings sein, denn was mal ab ist, ist dann auch ab. Nervenkitzel pur. Reißverschluss einnähen. Auch das hatte ich zuvor nur an diversen Taschen gemacht, nicht aber an einem Kleidungsstück und nicht nahtverdeckt. Dank eines wunderbaren Nähfußes speziell für solche nahtverdeckten Reißverschlüsse ging es nach kurzer Einweisung besser als erwartet. Ich muss schon sagen, die Bernina-Nähmaschinen im Kurs sind große Klasse. Ob ich doch schwach werde und mir nach meiner eben erst gestarteten Nähkarriere ein technisch etwas besseres Modell gönne? Es macht schon Spaß, wenn die Maschinen einem den ein oder anderen Schritt abnehmen bzw. erleichtern… Fazit Tag 3: Fast fertig! Und Geld zählen… 🙂

Tag 4: Bund einnähen, Rocklänge festlegen, Saum nähen. Zu guter Letzt also habe ich den Bundstreifen gesteckt und den Bund auf der rechten Seite vorsichtig mit dem Handrad abgesteppt. Natürlich habe ich auch mein antetanni-Label innen eingearbeitet :-). Anprobe. Sitzt, passt, wackelt… die Länge festgelegt und mit Schneiderkreide die Saumkante aufgestäubt. Kanten gebügelt, festgesteckt und von der schönen Seite festgenäht. Danach habe ich den Rock gleich angelassen und bin stolz wie Oskar aus dem Laden geschwebt, meinem Mann entgegen, der mich abholte und somit den Rock gleich bewundern konnte. Fazit Tag 4:Es hat einen Riesenspaß gemacht und ich freue mich schon auf mein nächstes Nähkunstwerk.

♥ Danke, an dich, lieber Oli, für den Nähkurs. Danke an dich, liebe Ellen, für die tolle Unterstützung, für deinen Rat, das Mutmachen und Bestärken und deine Geduld. ♥

Mein erstes Kleidungsstück. Mein erster Rock. Es ist vollbracht. ER ist vollbracht.

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7 Kommentare zu “Chronik eines Rocks | antetanni näht

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  4. Der erste Rock ist doch schon mal toll geworden, sieht gut aus!

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