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Top | antetanni näht (Upcycling Herrenhemd)

3 Kommentare

Dieses Herrenhemd ist (jetzt ein) TOP!

antetanni-naeht_Top-aus-Herrenhemd_2016-02_3Bei meinem Stoffbergeabbauprojekt geht es nicht nur darum, diverse gekaufte Stoffschätzchen zu verarbeiten.

Nein, im Laufe der Zeit haben sich auch einige Hemden, Shirts und Hosen angesammelt, die…

…nicht mehr getragen werden wollen oder können oder aus welchen Gründen auch immer ausrangiert wurden.

Ein Fall für den Altkleidercontainer? Auf keinen Fall! Wozu schließlich gibt es Recycling und Upcycling?

Einen der letzten Tage des heißen Sommers 2015 habe ich damit verbracht, meine körperlichen Aktivitäten auf das Umblättern von Zeitschriftenseiten zu beschränken. Alles auf der Suche nach einem passenden Schnittmuster, um ein ausrangiertes Herrenhemd des Göttergatten für mich neu zu gestalten. Der tolle blau-melierte Stoff nämlich sollte ein Blusentop für mich geben. So der Plan.

Wie schön, dass ich in der Burda style, Heft 7/2015, fündig geworden bin.

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antetanni-naeht_Top-aus-Herrenhemd_2016-02_Burda_Heft-7-2015
* * *

Der nächste Griff ging zur Stickschere und zum Nahttrenner, mit dem ich das Hemd von Charles & Robertson Naht für Naht aufgetrennt habe. By the way – das sind ganz schön viele Nähte, die für solch ein hochwertiges Herrenhemd verarbeitet wurden, ich war sehr erstaunt und hatte sofort Respekt davor, irgendwann mal eine „richtige Bluse“ für mich zu nähen, so mit Passe, Knopfleiste, Manschetten, Besatz und und und…

Die viel größere Herausforderung (seinerzeit, inzwischen bin ich auch darin geübter, toll finde ich es noch immer nicht…) war, den Schnitt vom Schnittmusterbogen abzupausen. Ich hatte bis dato immer nur 1-Modell-Schnittmuster verwendet, zwar waren dort meist mehrere Größe auf dem Bogen, nicht aber auch noch mehrere Modelle kreuz und quer über- und nebeneinander. Hilfe. So ein Schnittmusterbogen könnte auch das Schienennetz der U-Bahn von Tokio, New York oder einer anderen Metropole dieser Welt darstellen (oder besser noch: alle zusammen…). Würde man mir den Plan vorhalten und nach dem Weg fragen… also ich würd’s glauben und doch glatt versuchen, anhand der wirren Linien den Weg zu erklären… 🙂

Nachdem ich auch diese Hürde genommen habe, ist aus dem langärmligen Herrenhemd ein sommerliches Top geworden. (*) Aus einem tollen Stoff, der weich fällt und sich sehr bequem trägt. Die ursprüngliche Knopfleiste ist nun im Rücken, ich habe sie verdeckt zugenäht. Anzunähen sind noch die kleinen runden Knöpfe in Perlmutt-Optik, die sehr zauberhaft aussehen. Entlang der Ausschnitte und des Saumes habe ich die innen mit der Overlockmaschine „abgekordelten“ Nahtzugaben mit einem Kontrastgarn festgesteppt, da ich keine dicken Ausschnittkanten mit zusätzlichem Stoff haben wollte.

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(*) Der Plan war, das Top im letzten Sommer schon fertigzustellen. Aber wie es immer so ist… irgendwas war und ist immer und so kamen ein paar Taschen- und sonstige Nähprojekte dazwischen, unter anderem das Abendkleid, das ich für die Chorauftritte genäht habe, und so wurde das Top geschoben und geschoben. Jetzt aber endlich ist es fertig und ich freue mich schon auf den kommenden Sommer, wenn ich es ohne Jacke tragen kann.

Bevor es soweit ist, kommt das Top, das zuvor ein Herrenhemd war, zunächst erst mal noch in die Waschmaschine, um sämtliche Kreidereste von den Markierungen zu entfernen. Außerdem macht es sich fein für ein paar Linkpartys: * creadienstag 12 Monate, 12 Bücher, 12 Projekte * meertje *. Danke, Göttergatte, für diesen tollen Kauf ♥, von dem ich jetzt profitiere. Mal schauen, was sein Kleiderschrank noch so her gibt… 😀

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antetanni-naeht_Top-aus-Herrenhemd_2016-02_4 * * *

♥ antetanni sagt Danke für dein Gefällt mir und freut sich über nette Kommentare!

 

 

 

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3 Kommentare zu “Top | antetanni näht (Upcycling Herrenhemd)

  1. Hallo Anni!

    Upcycling ist ja so etwas Geniales finde ich! In dem Fall hast Du Dir aber wirklich sehr viel Arbeit angetan. Wäre es sich mit Zerschneiden nicht ausgegangen?

    Ich bin da ja eher sehr faul und versuche so viel wie möglich von dem weiterzuverwenden, was schon da ist 😉

    Tragefoto wäre jetzt noch schön 🙂 Steht Dir sicher toll!

    lg
    Maria

    Gefällt mir

    • Vielen Dank, liebe Maria.

      Zerschneiden wäre sicherlich auch gegangen, aber da überkommt mich dann die Panik, ich könnte womöglich zu viel wegschneiden und so habe ich mir bei diesem ersten Ich-war-ein-Hemd-und-werde-nun-etwas-anderes-Projekt die Arbeit gemacht, das Hemd wirklich in seine Einzelteile zu zerlegen. Die interessante Erfahrung dabei war auch zu erkennen, aus wie vielen Teilen so ein Hemd (respektive dann auch eine Bluse) tatsächlich besteht. Spätestens nach dem Aufwand des Auftrennens hatte ich viel mehr Respekt vor der Preisfindung mancher gekaufter Teile, egal ob viel zu billig oder eben teurer/aufwandsgemäß(er). Eine gute Erfahrung! Beim nächsten Mal allerdings greife ich herzhaft zur Schere! Hahaha.

      Das Rückenteil habe ich ja behalten, ebenso die beiden Vorderteile mit der Knopfleiste, die nun eben im Rücken ist. Tragefoto folgt, sobald die Knöpfe dran sind (das Top muss noch seine Runden in der Waschmaschine drehen, da dachte ich, nähe ich die Knöpfe erst danach dran) und es nach dem Waschen wieder gebügelt ist. Ich hoffe doch sehr, dass es mir toll steht! Davon gehe ich fest aus! 😉 ♥

      Liebste Grüße
      Anni

      Gefällt 2 Personen

      • Hallo Anni!

        Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Vor dem ersten Schnitt bei einem Upcycling-Projekt habe ich auch immer so eine leichte Panik 😉

        Ich habe einmal eine Bluse genäht und weiß von daher, wie unglaublich viel Arbeit es ist, so etwas selbst zu nähen. Es ist auch bei dem einen Mal geblieben, dabei hatte ich es mir einfach gemacht und einen fertigen Kragen verwendet.

        Kleidermacher haben meinen höchsten Respekt!

        lg
        Maria

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