antetanni

(M)ein kunterbunter Blog rund um Nähen, Fotografie, Wandern, Kochen und viele andere schöne Dinge.

Aus dem Nähkästchen | antetanni plaudert

5 Kommentare

Punkt, Punkt, Komma, Strich…

antetanni_sagt-was_keep-calm-and-sew-onFertig ist…

Wenn es doch nur so einfach wäre… Beim Nähen. Für mich.

Als ich im Herbst 2012 begonnen habe, mir das Nähen selbst beizubringen, hätte ich nie geglaubt, jemals Kleidungsstücke für mich zu nähen.

Seinerzeit begonnen hatte ich mit Täschchen aller Art – mein Erstlingswerk war eine Flaschentasche – eine Geschenkverpackung für ein Fläschchen für den Bruder des Göttergatten. Jesses, was mühte ich mich damals ab mit der Fadenspannung der Nähmaschine, die einfach nicht so wollte wie ich.

2013 bekam ich vom Göttergatten dann einen Nähkurs geschenkt. Und im November 2013 war es dann soweit, meine erste Nähstunde unter fachkundiger Anleitung. Dank der fabelhaften Unterstützung von Ellen, unserer Nählehrerin im regelmäßig stattfindenden Kurs, sind inzwischen einige Kleidungsstücke von mir für mich entstanden. Nie hätte ich geglaubt, das zu können. Hach. ♥

2013 | Rock nach einem Schnittmuster von Butterick.

2014 | T-Shirt mit Hirsch. Schnitt abgepaust von einem Lieblingsshirt aus meinem Schrank. Stoff von Esro.

2014 | Top mit Schluppe. Schnitt und Stoff von Stoff & Stil.

2014 | Sommerkleid. Schnitt und Stoff von Stoff & Stil.

* * *

* * *

2015 | Lieblingskleid aus Neopren. Schnitt und Stoff von Stoff & Stil.

2015 | Kultiger 70er-Jahre-Zweiteiler. Schnitt: Burda, Stoff: ein Original aus den 70er-Jahren, geschenkt bekommen.

2015 | Spitzenkleid mit Schleppe. Schnitt: Burdastyle. Stoff und Spitze von Esro.

Zuletzt im Kurs endlich fertiggestellt habe ich ein Blusentop aus einem ausrangierten Herrenhemd und mit der Chiffonbluse, die mir über Monate den Schlaf raubte, bin ich seit kurzem auch endlich fertig. Den Stoff dafür hatte ich im Frühjahr 2014 bei Stoff & Stil in Hamburg gekauft. Zuerst fehlte mir lange Zeit ein passender Schnitt für ein Oberteil, das daraus entstehen sollte, soviel war klar. Dann hatte ich endlich die Idee dafür, es kamen aber gefühlte 487 andere Projekte dazwischen. Ob zum Nähen oder Häkeln, ob im Büro, zuhause, ob was auch immer… Der Stoff lag. Lange. Geduldig. Zumal er sich auch noch schrecklich schwierig nähen ließ. Er flutschte und rutschte schon beim Schnitt aufzeichnen, die Kreide wollte nicht halten und sichtbar war sie schon gar nicht, beim Zuschneiden machte er auch Zicken ohne Ende und erst beim Nähen. Puhhh, eine große Herausforderung.

2016 | Blusentop. Schnitt: Burdastyle Heft 7-2015. Stoff: ausrangiertes Herrenhemd des Göttergatten.

2016 | Tunika-Bluse. Schnitt abgepaust von einer Tunika aus meinem Schrank. Krepp-Chiffon-Stoff von Stoff & Stil.

* * *

Vorbereitet sind diese Projekte, die Stoffe liegen bereit, die Schnittmuster sind abgepaust. Es kann losgehen… Vorfreude! ♥

2016 | Rock. Schnitt: Burda Vintage HW 2015, Modell Nico. Stoff: Jeans-Camouflage von Esro. Nachtrag: Der Jeansrock ist fertig! ♥

2016 | Spitzenkleid (Shiftkleid, Hängerchen). Schnitt: * Burdastyle Heft 3-2016, Modell 107 *. Spitze: Stoff & Stil, Futterstoff: Esro. Nachtrag: Das Spitzenkleid ist fertig. Ein bisschen später als geplant, aber auf den Punkt genau und rechtzeitig zur Konfirmation vom Junior, zu der ich das Kleid geplant hatte! Geht doch. 🙂

* * *

* * *

2016 | Oversize-Sweater. Schnitt: * Burdastyle Heft 1-2016, Modell 102 *. Stoff: Esro.

Schnitte und Stoffe: * Burda * Esro *  Stoff & Stil *

*
*
Fortsetzung folgt.
*

Nachtrag: * Maria | widerstandistzweckmaessig * machte mich auf einen lesenswerten Artikel aufmerksam: * This is not okay! Fashion Revolution Day 2016 *. Die Blogautorin Susanne erinnert an einen Gebäudeeinsturz am 24. April vor drei Jahren. „In dem Gebäude war eine Nähfabrik untergebracht. Am 23. April, am Tag vor dem Unglück, waren Risse in den Mauern des Gebäudes aufgetaucht,
Das Gebäude war evakuiert worden. Am nächsten Morgen hielten die Bank und die anderen Läden geschlossen. Zu unsicher. Der Inhaber der Nähfabrik hatte Druck. Wer für die großen Modeketten produziert, produziert auf Termin. Es musste genäht werden. Als wurden die Arbeiterinnen gezwungen in das Gebäude zu gehen. Es wurde ihnen angedroht, dass sie ihren Job verlieren würden. Jobs, mit denen sie ihre Familien erhielten oder unterstützten. Bangladesh ist bettelarm.  Mit einem extrem unguten Gefühl gingen die Frauen in die Fabrik. Kaum waren sie drin, fiel der Strom aus und einige Sekunden danach brach das Gebäude in sich zusammen.“

Susanne ruft dazu auf, „…den Leuten (zu) zeigen, was Nähen ist. Lasst uns ihnen sagen, was Nähen bedeuten kann. Macht ein Bild von euch an der Nähmaschine, schreibt einen Post darüber, wie es ist, wenn man näht. Schreibt, was das Nähen für euch bedeutet und was die Stücke wert sind, die ihr erschafft. Ich weiß schon: nähen ist unser Hobby. Es ist nicht dasselbe, wie industrielles nähen. Aber der Outcome ist derselbe: Kleidung. Nähen ist unser Knotenpunkt zu den Frauen, die da gestorben sind.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

5 Kommentare zu “Aus dem Nähkästchen | antetanni plaudert

  1. Pingback: Spitzenkleid | antetanni näht | antetanni

  2. Mir ist es nie gelungen das Nähen bzw fehlt mir das Talent und die Geduld! Aber ich finde die Aktion wirklich toll nach so einer traurigen Geschichte! Zeigt wieder dass man diese Kleidung eigentlich nicht kaufen darf😏

    Gefällt mir

    • Danke für deine lieben Worte, Aileen. Du kannst dafür so viele andere tolle Sachen, ich bewundere immer wieder dein Backtalent, das ist etwas, was mir völlig abgeht.
      Das mit der Kleidung aus Billiglohnländern ist immer ein zweischneidiges Schwert, wie ich finde. Der Raum hier ist zu klein, um ein solch komplexes Thema zu fassen. Aber ein solcher Aufruf wie von Susanne erinnert einen zumindest immer wieder daran, allen Dingen mit mehr Wertschätzung entgegen zu treten und sich vor allem bei billiger Kleidung zu überlegen, wer den wahren Preis dafür bezahlen muss.

      Gefällt 2 Personen

  3. Hallo Anni!

    Ich wollte Dich gerne auf die Aktion von Mamimade http://mami-made.blogspot.de/2016/03/fashion-revolution-day-2016-this-is-not.html aufmerksam machen. Passt irgendwie dazu, weil Du gerade darüber schreibst, was Du alles für Dich genäht hast.

    this is not okay – ein Blogevent anlässlich des Fashion Revolution Day 2016

    lg
    Maria

    Gefällt mir

antetanni hört zu...sag was! (Kommentare sind doch das Salz in der Suppe! ♥, müssen aber von mir freigeschaltet werden, Danke für deine Geduld).

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s