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Giorgio de Chirico | antetanni sagt was

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Giorgio de Chirico Magie der Moderne

antetanni_Giorgio-de-Chirico-Plakat_2016-06So der Titel der grandiosen Ausstellung, die der Göttergatte und ich vor zwei Tagen besucht haben. Wir hatten Glück…

Wurden wir ausgewählt, die Ausstellung Giorgio de Chirico Magie der Moderne im Rahmen einer Sonderführung der Stuttgarter Nachrichten in der Staatsgalerie Stuttgart besuchen zu können und das hat sich mehr als gelohnt.

Auf eine sehr informative Einführung mit Frau Professor Dr. Christiane Lange, die Direktorin der Staatsgalerie, folgte eine Führung in kleiner Gruppe durch diese großartige Ausstellung, die neben den Werken von Giorgio de Chirico (1888 – 1978) auch zahlreiche Bilder seiner nicht minder berühmten Zeitgenossen Max Ernst, René Magritte, George Grosz – um nur einige zu nennen – beinhaltet. Nicht zu vergessen die Werke von Carlo Carrà, der mit de Chirico in ganz besonderer Weise verbunden war, haben die beiden zwischen 1915 und 1918 in der Villa del Seminario eine lange gemeinsame Zeit verbracht. Für beide der Beginn einer fruchtbaren Schaffensperiode.

Der Sandstein-Verlag, in dem der 248 Seiten starke Katalog zur Ausstellung erschienen ist, beschreibt de Chirico als „einen der wenigen Künstler der Moderne, der einen derart richtungsweisenden Einfluss auf Zeitgenossen und nachfolgende Künstlergenerationen in Europa ausübten.“

De Chirico gilt als Meister der Metaphysik. Gemeinsam mit Carlo Carrà entwickelte de Chirico in der Zeit in Ferrara eine „eigene Bildwelt voller symbolischer Anspielungen und verstörender Elemente. Innerhalb weniger Jahre breitete sich ihre innovative Bildsprache der pittura metafisica in ganz Europa aus.“

Die Ausstellung versammelt „rund um das Stuttgarter Gemälde „Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik“ (1916) die wichtigsten Werke des Künstlers aus diesen Jahren und setzt sie in einen Dialog mit originalen Meisterwerken von René Magritte, Salvador Dalí, Max Ernst oder George Grosz, auf denen Motive wie der gesichtslose „manichino“ oder das „Bild im Bild“ auftauchen und von der intensiven Auseinandersetzung mit de Chirico zeugen.“ Die Magie der Moderne dokumentiert „einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert.“

Bilder und Nachweise

Bildnachweise:
[1] René Margritte: So lebt der Mensch, 1933, National Gallery of Art, Washingten, ©VG Bild-Kunst Bonn 2016
[2] Max Ernst: Aquis sumersus, 1919, Städel Museum Frankfurt am Main, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[3] und Detail Titelbild | Giorgio de Chirico: Der große Metaphysiker, 1917, Privatsammlung, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[4] Giorgio de Chirico: Hektor und Adromache, 1917, Privatsammlung, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[5] Carlo Carrà: Das Mädchen aus dem Westen, 1919, Düsseldorf/Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ©bpk/VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[6] Giorgio de Chirico: Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik, 1916, Staatsgalerie Stuttgart, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[7] George Grosz: Ohne Titel, 1920, Düsseldorf/Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ©bpk/The Estate of George Grosz, Princeton, N.J./VG Bild-Kunst, Bonn 2016
[8] Giorgio de Chirico: Die beunruhigenden Musen, 1918, Privatsammlung, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Textnachweise:
*Staatsgalerie Stuttgart zum 100. Geburtstag von Giorgio de Chirico*; alle Informationen und Termine zur *Ausstellung Magie der Moderne*
*Sandstein-Verlag, Dresden*

Wenn du mehr über diese sehenswerte Ausstellung, die noch bis 3. Juli 2016 in Stuttgart zu sehen ist, erfahren möchtest, klick dich unbedingt rein in den sehr informativen Internetauftritt der Staatsgalerie Stuttgart. Beim Sandstein-Verlag ist sogar ein Blick ins Buch möglich.

 

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2 Kommentare zu “Giorgio de Chirico | antetanni sagt was

  1. Irgendwie bin ich nicht so die Museumsgängerin, aber die Ausstellung klingt toll. Schade, dass Stuttgart so weit weg ist.
    Lg und ein schönes Wochenende
    Sternie
    P.S. Ich muss noch das Schnittmuster scannen, dann gibt es das Spieltuch-ebook 🙂

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    • Bei mir wechselt die Muße für Museumsgänge ab… Aber ab und an ist es einfach toll und was ich immer wieder empfehle, wenn ich danach gefragt (oder auch nicht *lach*) werde, ist, eine Führung zu machen (ob gibt es die heute ja mittels Kopfhörer und eigenständig, sodass man nicht einem Vortragenden folgen und mühsam lauschen muss). Es hilft ungemein, Hintergrundinformationen zu bekommen und nicht vor den Exponaten zu stehen und sich fragen zu müssen, was um Himmels Willen Künstler X oder Y angetrieben haben mag, dies oder das zu kreieren.

      Au fein, das Spieltuch… Da bin ich gespannt. Spieltuch -> Spielbuch… da ist es wieder, mein schlechtes Gewissen… Wollte ich doch noch ein Spielbuch nähen. Uahhhh. Nun denn, kommt. Irgendwann. 😉

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