English is not easy | antetanni sagt was

English is not easy… oder auch: Kalendergeschichten

antetanni-sagt-was_kalender-english-is-not-easyIch hänge regelmäßig Gedichte oder Vokabeln, die gelernt werden sollen…

…in die Toilette. So hängt da auch ein immerwährender Geburtstagskalender und ich vergesse viel weniger Geburtstage, seit dem eben so ist. Schließlich sind wir alle jeden Tag zigmal auf der Toilette und haben dort meistens auch Zeit, uns umzuschauen. 🙂

Da dachte ich, es liegt doch nahe, auch Sachen aufzuhängen, die der Schüler beispielsweise lernen muss. Und tatsächlich funktioniert das gut mit Gedichten oder auch Vokabeln. Da schaut er sich die Sachen  – notgedrungen, aber das ist mir doch egal, solange das Ergebnis stimmt – an und getreu dem Motto ‚Steter Tropfen…‘ klappt es auch ganz gut, dass er sich diese Texte merkt.

Für dieses Jahr habe ich mir zusätzlich zum aktuellen Schulstoff noch was anderes ausgedacht. Etwas, wovon ich dachte, das schadet auch uns Großen nicht. Ein bisschen Englisch so ganz nebenbei. Also habe ich (online) einen Kalender gekauft, der meine Erwartungen zu decken versprach. Ein wöchentliches Kalendarium, das somit gut überschaubar ist (Tages-Abreißkalender finde ich furchtbar, da ich das Abreißen irgendwann vergesse oder aufgebe und dann hinkt der Kalender nicht nur Tage oder Wochen, sondern ganze Moooooonate hinterher, aber das ist ein anderes Thema…).

Zudem mit diesen Worten flott beworben: „Noch nie war Englischlernen so unterhaltsam und lustig! Verbessern Sie in 53 Einheiten Ihre Sprachkenntnisse mit lebensnahen und skurrilen Situationen und Sprachbeispielen, die sich Luci Gutiérrez ausgedacht hat! Mit übersichtlichem Wochenkalendarium.“

Ein Wochenkalender, 53 Blätter, ideal. Jede Woche ein kleines Häppchen Englisch. Das schadet nie. So der Plan.

Und dann? Nun… Schau‘ selbst. Angesichts der werblichen Anpreisung habe ich mir gar keine Gedanken über den Inhalt gemacht. Lebensnah sollte es sein. Skurril dazu… Und tatsächlich, da haben die Werber Wort gehalten. Über lebensnah lässt sich etwas streiten, skurril trifft es aber zu einhundert Prozent…

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Ich würde mich keinesfalls als prüde bezeichnen. Aber ich gestehe – ich betrachte die Blätter Woche für Woche doch mit etwas irritiertem Kopfschütteln. Ich wollte ja auch gerne, dass der Schüler da was mitnimmt. Und da dachte ich in erster Linie an englische Vokabeln… Wenn du verstehst, was ich meine… 😀 Ist dieser Ansatz so verkehrt? Was nun am Ende des Jahres hängen bleibt, werden wir ja sehen. Im Moment hängt der Kalender noch da und etwas anderes ist bis jetzt auch nicht geplant.

Und kaum schreibe ich diesen „moralischen Beitrag“ dazu, komme ich doch kaum aus dem Lachen heraus. Denn eigentlich breche ich nieder und amüsiere mich köstlich bei dem Gedanken, was da so gezeigt und gelehrt wird… Diese Woche zumindest, das kann ich voller Beruhigung sagen, hat der Schüler glaube ich entweder noch keinen Blick auf den Kalender geworfen, sich keine Gedanken darum gemacht, oder es nicht verstanden. Sei’s drum, ich bin ganz froh drum… Gröl. Lach. Hüstel. Seufz.

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Und die Moral von der Geschicht‘? Kauf deinen Kalender online nicht. 😀 😛

[verlinkt]
Freutag #189 2017

[Bildnachweise]
Eigene Darstellung, Quelle: ©Luci Gutiérrez

 

14 Gedanken zu „English is not easy | antetanni sagt was

  1. Isa

    Das ist zu herrlich, liebe Anni! Die Idee mit dem Lernstoff auf der Toilette ist eine ausgesprochen sinnvolle Erfindung von dir. Ich glaube, das werde ich übernehmen ;-). Und da wir gleich drei Toiletten unser eigen nennen: Was hältst du davon, sie in verschiedene Themengebiete zu unterteilen? (kleines Scherzchen) 😅.
    Liebste Grüße und heiteres Englischlernen
    Isabell

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    1. antetanni Autor

      Hahaha, das ist eine gute Idee mit den drei Toiletten. Musst nur aufpassen, alles richtig zu verteilen, nicht dass die Mathe-Toilette dann strategisch gemieden wird usw. 😀

      Wir machen das schon lange so und es hilft wirklich beim Gedichte auswendig lernen und so. ♥

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    1. antetanni Autor

      Ich inzwischen auch. Aber glaube mir, als ich die Bilder zum ersten Mal sah, war mir doch etwas mulmig. Zum Glück gehört mein Vater zu der Generation, die kein Englisch kann. So kann ich ihn ohne Bedenken auf die Toilette lassen, wenn er zu Besuch kommt… 😀

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      1. antetanni Autor

        Da sagst du was. Zum Glück hängt der Kalender seitlich etwas versetzt. Man muss schon hingucken wollen, um etwas auch sehen/lernen zu wollen. Einfach so drauf los gucken und sich dann Gedanken machen, geht in diesem Fall nicht. Ohaaaaaaaaa…. 😉 😀

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    1. antetanni Autor

      Teils ja, teils nein, um ehrlich zu sein. Besagte Seiten fand ich komisch, wenngleich auch etwas skurril. Die übrigen sind mir fast zu simpel… Aber die Grundidee funktioniert dennoch, denn die ganze Familie beschäftigt sich mit dem Kalender, das war der Plan. Ist aufgegangen.

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