Am Arsch vorbei | antetanni liest

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg…

Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst.

„Es gibt Momente im Leben, in denen einem klar wird, dass man etwas ändern muss. Der Moment, als Alexandra Reinwarth ihre nervige Freundin Kathrin mit einem herzlichen „Fick Dich“ zum Teufel schickte, war so einer. Das Leben war schöner ohne sie – und wie viel schöner könnte es erst sein, wenn man generell damit aufhörte, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht!“

Diesen Ratgeber hat mir eine Freundin schon vor Moooonaten empfohlen und seit über einem Jahr nun schon lag das Buch auf meinem Lesestapel. Irgendwas ist eben immer. Nachdem ich nun aber unlängst mit einer anderen Freundin genau über dieses Buch und die Thematik gesprochen habe, wurde es allerhöchste Zeit, es vom Stapel zu holen…

Alleine nämlich schon die Szene mit Kathrin ist es wert, dieses Buch zu lesen. Mir fielen schlagartig ganz viele Kathrins in meinem Umfeld ein… Und auch wenn ich niemandem ein „herzliches ‚Fick dich'“ entgegengeschleudert habe, habe ich mich alleine beim Gedanken daran schon von viel Ballast befreit gefühlt. 😀

Das Buch ist bestimmt kein Ratgeber im klassischen Sinn, aber es ist so herrlich locker und frisch geschrieben, dass es einfach Spaß macht, sich einmal Gedanken zu machen, wo man eben selbst fünf gerade sein lassen könnte oder warum man sich immer wieder über dieselben Dinge oder Weggenossen ärgert (dazu fällt mir ein: Wenn du eine Sache/Person nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung dazu!).

Ich bin mit der Erwartung an das Buch gegangen, hier in lockerer Weise über Dinge und Gewohnheiten zu lesen, die so viele von uns, die ich zumindest, so oft über lange Jahre tat, obwohl ich das nicht immer mochte. Ein bisschen wird einem der Spiegel vorgehalten. Zum Glück habe ich schon vor langem damit angefangen, Meinungen, Einstellungen und Ansichten anderer Leute Meinungen, Einstellungen und Ansichten anderer Leute sein zu lassen. Wenn jemand ein Problem (auch mit mir) hat, bleibt es zunächst mal das Problem des anderen und muss nicht automatisch zu meinem Problem werden. Lösungen dürfen natürlich gerne auf beiden Seiten gefunden werden, das möchte ich gar nicht bestreiten. Aber ich mag mich nicht mehr für jeden in meinem Umfeld verbiegen. Man darf auch mal Nein sagen.

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Ein bisschen erinnerte mich das Buch an eine Geschichte von Bridget Jones – ich höre sie förmlich die Texte in ihr Tagebuch schreiben. 😀 Und so zitiere ich weiter den Klappentext: „Wer also noch der Meinung ist, das Leben könnte etwas mehr Freiheit, Muße, Eigenbestimmung und Schokolade vertragen und dafür weniger Kathrins, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsfeiern,“ der ist mit diesem Buch gut bedient.

Alexandra Reinwarth inspiriert dazu, wie man sich Leute, Dinge und Umstände am Arsch vorbei gehen lässt, aber trotzdem nicht zum Arschloch mutiert. Und gleichzeitig, wie kleine Entscheidungen einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben können. Ganz einfach.

antetanni liest… Was sage ich… Ich hatte das Buch zwar tatsächlich schon seit über einem Jahr auf meinem Lesestapel liegen, habe es nun aber als kostenloses Hörbuch über YouTube gehört, während ich nebenbei an der Nähmaschine saß. Ein herrlich kurzweiliger Hörspaß. [Linktipp]

**

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg von Alexandra Reinwarth
mvg Verlag
ISBN 978-3868826661

Von mir gibt’s dafür 8 von 10 Punkten. Der Punktabzug ist ganz persönlich darin begründet, dass die Themen für mich nicht neu sind und es manchmal auch ein bisschen stereotype Aussagen sind, die die meisten von uns sicherlich schon mal gehört oder gelesen haben.

[Linktipp]
Am Arsch vorbei geht auch ein Weg (Hörbuch; Quelle Audible, YouTube)
(Falls der Links in Leere führen sollte, einfach selbst bei YouTube den Titel eingeben und mit etwas Glück klappt es dann…)

10 Gedanken zu „Am Arsch vorbei | antetanni liest

  1. undiversell

    Ja, das ist eines der Vorteile am Älterwerden: Man braucht nicht mehr die Anerkennung von jedem und kann die Dinge auch mal so lassen wie sie sind. Das Buch bestätigt ganz bestimmt meine Meinung. Danke für den Tipp. LG Undine

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  2. Tante Jana

    Ah, das Buch habe ich auch als Hörbuch gehört vor einiger Zeit. Im Vergleich zu den Vorgänger“ratgebern“ fand ich das aber – mit Ausnahme dieser sehr coolen Anfangsszene – leider nicht so toll wie die anderen Bücher von Alexandra Reinwarth. Wahrscheinlich aber vor allem deshalb, weil ich das Thema Kind so überpräsent fand. Falls du es noch nicht gelesen hast: Am besten hat mir das Sexprojekt gefallen, gleich gefolgt vom Fitnessprojekt 🙂
    Hab eine schöne Woche, liebe Anni!
    Jana

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    Antwort
    1. antetanni Autor

      Die Vorgängerbücher kenne ich gar nicht. Bei den „kindlastigen“ Kapiteln habe ich tatsächlich auch einfach „nur mit halbem Ohr zugehört“, insgesamt aber doch ein kurzweiliges (Hör-)Buch und da auch noch kostenlos anzuhören, doppelt prima. 😉

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      1. antetanni Autor

        Ohhh, danke für die Rückmeldung. Ich habe eben noch mal bei YouTube direkt nach dem (Buch-)Titel gesucht und den Link entsprechend korrigiert. Vielleicht ist das irgendwie so ein Ding, dass die kostenlosen Sachen nicht endlos (unter dem gleichen Link) zur Verfügung stehen? Ich habe keine Ahnung. Sollte der Link (weiter bzw. wieder) nicht funktionieren, einfach direkt zu YouTube gehen und dort über die Suche zum (hoffentlich) Hörbuch kommen.

        Gefällt 1 Person

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