antetanni

(M)ein kunterbunter Blog rund um Nähen, Fotografie, Wandern, Kochen und viele andere schöne Dinge.

1000 Teile raus | antetanni räumt auf im Stoffregal

18 Kommentare

1000 Teile im Stoffregal…

Angesteckt von der 1000-Teile-raus-Aktion vom letzten Jahr geht’s im Stoffregal in diesen Tagen weiter.

Die Aktion 1000 Teile raus ist in Wahrheit keine Aktion vom letzten Jahr, vielmehr läuft sie open-end, aber ich habe zuletzt im Juni 2017 einen Beitrag dazu verfasst, als ich mittendrin war beim Aussortieren.

Danach hat das Aussortieren zwar keinen Halt gemacht, aber ganz so zügig und konsequent, wie ich mir das im Kopf vorgestellt habe, ist es dann doch nicht gelaufen. Außerdem habe ich irgendwie Tischlein-deck-dich-Schränke – kaum freue ich mich über den Platz nach dem Ausräumen, ist ein Schrank beim nächsten Öffnen wieder voll. 🙈 Wie kommt das? Ich habe keine Ahnung, es scheinen irgendwelche Zauberkräfte am Werk zu sein. Warum das bei meinem Bankkonto nicht auch so funktioniert, wird aber wohl eines der unlösbaren Rätsel der Menschheitsgeschichte bleiben? 😂

1000 Teile raus...

Annette | augensternswelt hat just in diesen Tagen (auch wieder) einen Beitrag rund ums Ausmisten gepostet. [Lesetipp unten verlinkt] Annettes Anliegen ist aktuell ihr Kleiderschrank. Diesen Gedanken hatte ich am vergangenen Wochenende auch, gerade bei dem abrupten Wechsel von Sommer mit Vollgas hinein in den Herbst fiel mir auf, wie chaotisch es schon wieder in meinem Schrank aussieht. Und das, obwohl ich dort mehr oder weniger regelmäßig tabula rasa mache. Den Kleiderschrank aber knöpfe ich mir die Tage noch vor…

Hier und heute freue ich mich, dass ich endlich endlich endlich die riesige Tüte mit den über Wochen und Monate gesammelten Stoffresten ausgemistet habe. Am Montag habe ich es mir am Abend auf dem Fußboden vor dem Fernseher gemütlich gemacht, die Tüte ausgeleert und während dem Gucken von Inspector Barnaby nebenbei unzählige Stoffreste nach Größen, Farben, Mustern sortiert:

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  • Eine Tüte voll bekommt die Nachbarin – sie ist Kindergärtnerin und nimmt die Reste mit für die Bastelkiste im Kindergarten.
  • Ein paar Stoffreste sind sortiert in einer Klarsichtbox hier geblieben mit dem Ziel, in (hoffentlich) Kürze für Applikationen wie beispielsweise auf den Wäschebeuteln verwendet zu werden (durch diese Box will ich die Tage aber noch mal kritisch durch, sie ist irgendwie doch noch immer zu voll… die Hälfte soll noch mit in die Tüte für den Kindergarten).
  • Der Rest, der wirklich zu klein zum Basteln/Applizieren oder einfach nicht (mehr) schön ist, wurde entsorgt. Yeah!

Voller Tatendrang habe ich die Räumaktion am Dienstag fortgesetzt. Denn bei den Stoffresten in der Riesentüte handelte es sich fast ausschließlich um Webware. Gestern nun kamen die Jersey-Stoffe auf den Prüfstand. Die größeren und großen Stücke habe ich ordentlich zusammengerollt in die Kommode einsortiert.

  • Kleinere Reste, die sich für aufgesetzte Täschchen oder Applikationen eignen, landeten übersichtlich geordnet in einer kleinen Klarsichtbox.
  • Sämtliche „Fitzelchen“ habe ich entsorgt. Ich mag die Reste nicht aufbewahren, um Kissen oder Kuscheltiere auszustopfen, es musste jetzt einfach mal alles weg. Und es ist noch immer genügend da, keine Sorge…

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Damit nicht genug. Auch die Kiste mit Wachstüchern und beschichteter Baumwolle ist ausgemistet. Kleine und krumme Reststücke – warum und wofür habe ich die bloß aufgehoben? – sind entsorgt, der Rest steht gerollt in einer Kiste. Es sind immer noch viel zu viele Rollen, finde ich, aber wenigstens sehe ich jetzt mehr oder weniger auf einen Blick, was überhaupt im Vorrat ist, und von oben kann ich gut auf die verschiedenen Farben und Muster zugreifen.

Zum Schluss habe ich die Bündchenstoffe sortiert. Auch hier flogen kleine Reststücke, für die selbst die Ärmchen und Beinchen eines Neugeborenen schon zu groß sind, raus. Alle übrigen Bündchen habe ich aufgewickelt und stehend wieder in die Kiste einsortiert. Zugriff von oben und sehen, was im Vorrat ist. Wie bei der zuvor genannten Kiste…

Mit dem Sortieren der Baumwollstoffe hat das ganze Projekt ja bereits am Sonntag begonnen. Da konnte ich das Elend einfach nicht mehr länger sehen. Zulange schon plane ich, die Stoffe auszumisten und so schließt sich der Kreis allmählich, denn beim Sichten, Sortieren und Ausmisten von kleinen Resten der Webware habe ich die oben erwähnte Riesentüte ja erst noch mal so richtig gefüllt und da platzte schließlich der Knoten, das Thema jetzt sofort anzugehen.

Die Baumwollstoffe übrigens sind derzeit grob nach Farben sortiert in durchsichtigen Boxen in einem Schrank untergebracht. „Richtig“ ausgemistet habe ich darin noch nicht und die aktuelle Aufbewahrung ist auch noch nicht die optimale Lösung für mich, aber ich habe momentan keine bessere Idee und damit passt das.

Es gibt viel zu tun…

Denn da sind noch…

  • zwei große Klarsichtboxen mit ausrangierten Jeanshosen
  • zwei Kisten mit gemischten Stoffen, von Kunstleder über grobe Canvasstoffe, Möbelstoffe und ausrangierte Kleidungsstücke, von denen ich dachte (und denke?), ich könnte da ja mal für die Kleinen nähen…
  • und irgendwo hinten links steht noch eine Holzkiste auf Rollen, die prall gefüllt ist mit irgendwelchen Stoffen, die ich irgendwann mal für irgendwelche Projekte gekauft habe. Himmel… Ich bin gar nicht sicher, ob ich wirklich wissen will, was da drin ist… 🙈

Packen wir’s an…

Soviel ist sicher – das kann und soll so nicht bleiben, den Inhalt dieser Kisten und Boxen werde ich die nächsten Tagen auch noch unter die Lupe nehmen und das ein oder andere Stück aussortieren.

Dann ist da auch noch der riesige Filzkorb, mehr als gut gefüllt mir Wolle. Auch da muss ich ran. Wie gut aber, dass ich meine Nachbarin auch als dankbare Abnehmerin für Wollreste für den Kindergarten habe und dass mein guter alter Bloggerfreund Martin so ein Häkel- und Strickkönig ist und ich damit auch in ihm einen Abnehmer weiß…

Und schließlich sind zwei Schubladen der Holzkommode voller Bastelmaterialien – bunte Papiere, Sticker und Stanzer, Stempel und allerlei mehr Bastelartikel. Tabula rasa. Das ist das Ziel!

Wenn ich alles aussortierte der letzten Tage zusammenzählen würde, würde ich wahrscheinlich locker schon auf mehrere hundert Stoffschnipsel und mehr kommen. Ob es schon 1000 Teile raus sind? Keine Ahnung, ist aber auch egal, ein Anfang ist wieder einmal gemacht und ich danke dir, liebe Annette, für deine Linkparty zum Thema, die mich zusätzlich motiviert hat, wieder einmal mehr für Ordnung zu sorgen. ♥

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Und welches sind deine 1000 Teile, die raus sollen?

[verlinkt]
1000 Teile raus | augensternswelt
Das wollte ich schon lange mal | frauroesi

[Lesetipp]
Nachhaltig leben Teil 1 – Kleiderschrank | augensternswelt

 

 

 

 

18 Kommentare zu “1000 Teile raus | antetanni räumt auf im Stoffregal

  1. Das sieht nach viel Arbeit aus, liebe Anni! Vor ein paar Wochen (oder in der Zwischenzeit schon Monaten?) bin ich auch mal durch meine Stoffregale (ja, zwei…) durch und habe kräftig ausgemistet. und das fühlt sich so gut an. Die Stoffe stehen seitdem auch zusammengerollt aufrecht in Klarsichtboxen und alle Fitzelchen kamen weg. Seitdem fliegen die kleineren Reste beim Zuschneiden auch deutlich schneller in den Müll. Auf die Idee, dem Kindergarten zu spenden, bin ich aber noch nicht gekommen. Da werde ich doch auch mal nachfragen, ob die gerne ein paar Stoffe zum Basteln hätten. Ich bin gespannt – wahrscheinlich nutzt die ebenfalls nähende Erzieherin, mit der ich mich immer mal wieder über tolle neue Bilderbuchstoffe austausche, die Möglichkeit schon 😀
    Liebe Grüße!
    Jana

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    • Vielen Dank für deine Zeilen, liebe Jana. Irgendwie war und ist es tatsächlich viel Arbeit, aber als ich mittendrin saß, tat es auch gut, beherzt zur Schere zu greifen, lose rumhängende Stofffetzen abzuschneiden und die Stücke nach den noch nutzbaren Größen zu sichten sowie die Reste/Fitzelchen eben zu entsorgen. Es ist ja oft so, dass der Berg einem vor dem ersten Schritt viel höher erscheint!

      Hahaha, du meinst, die Kindergärtnerin wird dankend ablehnen, um ihre Resteverwertungsstation nicht über Gebühr zu belasten?! 😀 Nein, ich bin sicher, die können dort alles gebrauchen. Grundschulen/Schülerhorte sind übrigens auch immer dankbare Abnehmer…
      Herzensgrüße ♥ Anni

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  2. Liebe Anni,
    ach da hast du dir ja was vorgenommen!! Sowas ähnliches steht mir auch wieder bevor *lach*, mag noch gar nicht daran denken. Schön, dass ich dich mit meiner Planung angesteckt habe, – hach das freut mich wirklich. 🙂 Na dann, viel Spaß!!

    Liebe Grüße und Danke fürs Weitersagen. 🙂
    Annette

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    • Dankeschön, liebe Annette. Ja, dein Beitrag kam genau zur richtigen Zeit. Ich hatte am Wochenende ja auch den Plan geschmiedet, mich deeeeemnächst um den Kleiderschrank zu kümmern. Das habe ich dann aber noch aufgeschoben, da am Näharbeitsplatz soviel Chaos herrscht(e), dass dies noch dringender war und ist. Dann las ich deinen Beitrag, der mich motiviert hat, über das Stoffregal zu schreiben und vor allem konsequent dran zu bleiben. Die nächsten Tage ist noch ein bisschen Ordnung im Nähzimmer angesagt, danach folgt er dann aber, der Kleiderschrank… Danke für die Motivation, Inspiration, Idee, Linkparty… Und auch dir viel Spaß bei deiner Umsetzung!

      Herzliche Grüße ♥

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  3. Hey Anni,
    das ist ja mal ein Projekt – Hut ab und viel Erfolg!
    Liebe Grüße,
    Miriam

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    • Dankeschön, liebe Miriam. Ich habe „dem Elend“ eine ganze Weile zugeschaut, jetzt war der Zeitpunkt gekommen, dass was passieren muss(te). Wie schön, passend dazu Annettes Linkparty (wieder)entdeckt zu haben, das gibt mir zusätzlich einen grooooßen Motivationsschub.

      Liebe Grüße und Sonnenschein ♥

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  4. Liebe Anni,

    da hast du ja wieder ein Thema getroffen! *lach* Ich höre abends gerade Magic Cleaning von Marie Kondo (zum selber lesen bin ich nicht motiviert genug, aber hören geht ja auch wunderbar beim Zuschneiden ^_^ ) und habe jetzt mit meinem Kleiderschrank angefangen.. Richtig durch bin ich nicht ganz. *puh* Denn natürlich verbinde ich das gleich mit einer Umräumaktion.. Stoff- und Kleiderschrankinhalt wechseln beide teils ihre Orte, was bedeutet, dass auch alle Recycling- und Nicht-Standartstoffe durchsortiert werden müssen. Joah.. da hab ich mir was vorgenommen. Dein Beitrag motiviert mich direkt weiter zu machen. 🙂

    Dir wünsche ich, dass dir der Elan nicht ausgeht und du weiter gut voran kommst.
    Liebe Grüße,
    Melly

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    • Liebe Melly,

      dieses Auf- und Umsortieren, Ausräumen, Entrümpeln, doch noch behalten… scheint nicht nur bei mir eine „never-ending-story“ zu sein. Das beruhigt mich ein bisschen, wenn ich zwischendurch wieder ein Tief habe und mich ärgere, warum bei mir immer alles „zumüllt“. 🙂 Tatsächlich gibt es den Zustand des „immer ordentlich“ zumindest bei mir wohl nie. Es herrscht irgendwie eher Teilzeit-Ordnung. Gerade am Näharbeitsplatz fallen für jedes Projekt wieder kleinere und größere Chaos-Ecken an, die dann eben wieder (mühsam) aufgeräumt werden wollen und sollen.

      Mein Elan ist in dieser Woche unglaublich. Gestern erst habe ich mich durch die Kästen und Kisten mit Jeans usw. gewühlt und wieder einiges aussortiert. Es war mehr als notwendig in diesen Tagen, denn ich habe einige dringende Nähprojekte, die zum Wochenende fertig sein sollen, aber vor lauter Kram, der rumlag, kam ich gar nicht richtig voran. Jetzt ist der Staub aufgesaugt, der Tisch leer und damit bekomme ich auch den Kopf frei, um mit genau dem gleichen Elan die Nähprojekte fertigstellen zu können. Yeah. Das nenne ich eine Belohnung.

      Mehr zu den unfertigen Projekten morgen im Blog. 😉

      Ich freue mich, dass meine Motivation auf die übergeschwappt ist und wünsche dir ein gutes Gelingen bei deine Räumaktionen.

      Hab es fein, viele Grüße und Sonnenschein
      Anni

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      • Liebe Anni,
        waaas?!? Es gibt den „Immer-Ordentlich-Zustand“ vielleicht wirklich nicht? Ich hoffe ja immer noch darauf *lach* Wobei im Nähzimmer ist das eben so… Aber überall anders vielleicht…? *hoff*
        Ich denke, ich werde bei mir im Blog wohl auch mal von den Auswirkungen der Ausmist-Attacke berichten – wenn ich es dann endlich so weit geschafft habe, dass ich mich befreiter fühle als bisher. 🙂

        Erstmal muss ich jetzt aber auch noch unbedingt was nähen *hihi*
        Gutes Gelingen dir, und liebe Grüße,
        Melly

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      • Hahaha, liebe Melly,

        ein guter Plan, denn wenn du etwas nähst, schaffst du damit ja Stoffvorräte weg und schwupps ist da mehr Ordnung! Weiter so. 🙂

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      • *hihi* Ja genau! =D
        Zuletzt habe ich drei Recyclingshirts weg geschafft 🙂 Ich mach nun direkt mal damit weiter ^_^
        Yeah! Das ist wirklich eine seehr gute Begründung noch mehr zu nähen *grins*

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  5. Du schaffst das, tschakka. Liebe Grüße Ingrid

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  6. Pingback: Softshelljacke im Doppelpack | antetanni näht | antetanni

  7. Erst einmal: Merci! Dass du so fleissig bei mir verlinkst.
    Und falls du noch Ideen für Projekte mit alten Jeans braucht, findest du bei mir ganz viele dazu. Die nächsten und neusten Ideen folgen morgen.
    Herzlich Grüsse Simone

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  8. Liebe Anni, das klingt so als wenn du in meinem Haushalt unterwegs bist. Habe praktisch die gleichen Kisten, Körbe, Schubladen voll mit Soff, Wolle und Papier. Du Fleißige, aber wenigstens entsorge ich die Minifitzel Stoff gleich. Das Sammeln dieser habe ich rechtzeitig aufgegeben. Mach weiter so und wenn du fertig bist, kommst du zu mir. 🙂 LG Undine

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    • Ufffz, nicht alleine. Das beruhigt. Naja, wenigstens ein bisschen. Ich arbeite daran, auch nicht mehr jedes Fitzelchen aufzubewahren, klappt nun schon besser als noch vor einer Woche. Kleine Schritte. Aber immerhin. Ohhh, ich komme gerne, ich bin sehr gut im Ausmisten und Organisieren, solange es sich nicht um meine Sachen handelt!!! 😉

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