antetanni

(M)ein kunterbunter Blog rund um Nähen, Fotografie, Wandern, Kochen und viele andere schöne Dinge.

Ostsee | antetanni unterwegs

9 Kommentare

Einmal ist keinmal…

Das trifft es ganz gut, denn schließlich liegt unsere Ostsee-Reise bereits gute zwei Jahre zurück und inzwischen waren wir wieder mit dem Schiff unterwegs… Ich verrate außerdem nicht zu viel, wenn ich sage, dass noch lange nicht Schluss ist…

Der Reihe nach… Vor längerem schon habe ich über unsere Fahrt durch den Stockholmer Schärengarten und unsere Stippvisite in Stockholm berichtet. Ein Bericht über die gesamte Seereise, die wir im Sommer 2017 angetreten hatten, sollte folgen. Dass es soooo lange dauern sollte… nun gut… Und dass er soooo lang werden würde… mach‘ dich auf eine Wort- und Bilderflut gefasst… 😀

Eine Seefahrt, die ist…

…zunächst mal völlig neu für uns. Lange sind wir um das Angebot Kreuzfahrt herumgeschlichen, meine Männer wollten nie so richtig, ich hätte ja vor Jahren schon Lust darauf gehabt. Sei’s drum, 2017 waren wir vier Wochen vor Ferienbeginn samt eingetragenen Urlaubstagen für die Sommerferien noch ohne Ferienziel (!!) und uns plötzlich dann doch einig, dass wir das Abenteuer Schifffahrt wagen wollten (ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an meine liebe Freundin Regine und ihre Familie, die uns zuvor bei einem kurzen Treffen in Hamburg ein bisschen eingestimmt hatten auf das, was einen auf einer Schiffsreise erwartet, und die somit „schuld“ ♥ daran sind, dass wir es wagten).

Zurück zuhause gingen wir mit unserer überschaubaren „Wunschliste“ ins Reisebüro vor Ort, das wir anlässlich dieser Reise zum ersten Mal aufsuchten:

  • Ziel: Schiffsreise, Route egal
  • Bedingung: Balkonkabine und das Zeitfenster musste passen (wie geschrieben, waren die Urlaubstage aus beruflichen Termingründen fix)

Ein Gespräch später standen zwei Reiseziele mit der AIDA zur Auswahl – eine Ostseerundreise in 7 Tagen oder eine Fahrt in die Fjorde nach Norwegen. Au weia, gleich in die stürmische Nordsee? Das Abenteuer war uns hinsichtlich unbekannter Seetüchtigkeit von uns selbst doch zu riskant und wir entschieden uns für die doch meistens (zumindest in den Sommermonaten) ruhigere Ostsee. Und die Entscheidung war goldrichtig! Dazu gleich mehr…

Wir hatten anfangs auch ordentlich Respekt und auch Bedenken in Sachen Schiff. Vielmehr in Sachen so viele Menschen auf einem Schiff. Würde uns das nicht zu viel werden. Zu viel Lärm, zu viel Getümmel, zu viele Menschen eben? Aber auch da wurden wir positiv überrascht und können selbst nur immer wieder darüber staunen, dass sich die vielen Menschen tatsächlich auf dem Schiff verteilen. So sehr sogar, dass man Menschen, die man beim Einchecken gesehen oder mit denen man da geplaudert hat, bis zum Ende der Reise gar nicht mehr zu Gesicht bekommt. Wahnsinn.

Gebucht hatten wir nun die 7-tägige Kreuzfahrt „Ostsee 3“ ab Warnemünde mit den Hafenstädten Tallinn, Sankt Petersburg, Helsinki und Stockholm. Nachdem die Hürde des Express-Reisepasses für den Junior (der bis dato lediglich einen Personalausweis besaß, für Russland aber wurde ein Visum notwendig) genommen war, freuten wir uns wie Bolle auf den Tag, an dem es losgehen sollte. Und endlich war es soweit…

Tag 0 Wir reisen vor die Tore Rostocks.
Wir wollten keinesfalls mitten in der Nacht schon los, um dann mehr als 800 Kilometer auf der Autobahn „zu fressen“ und völlig erledigt an Bord anzukommen. Auch wollten wir nicht riskieren, zum Ferienbeginn womöglich irgendwo auf der Strecke im Stau steckenzubleiben und dem Schiff womöglich nur noch hinterher winken zu können. Eine kluge Entscheidung. Denn es kam, wie es kommen musste, wir stauten uns quasi einmal quer durch Deutschland und konnten uns nur immer wieder zu der Entscheidung gratulieren, ein Hotelzimmer kurz vor Rostock für die Nacht vor der Abfahrt mit dem Schiff reserviert zu haben. In einem Landhotel mit Gasthof, sodass wir uns dort noch lecker haben stärken können, als wir abends endlich angekommen sind.

Tag 1 Wir verlassen den festen Boden unter den Füßen.
Morgens hat es geregnet und unseren Plan, ggf. noch ein bisschen die Hansestadt Rostock zu erkunden, ließen wir damit direkt mit ins Wasser fallen. So sind wir nach dem Frühstück ohne Umwege zum Kreuzfahrtterminal gefahren und waren, nachdem wir unser Auto und unser Gepäck in Obhut gegeben hatten (sehr gut organisiert!), bereits gegen 11 Uhr an Bord der AIDAmar, die währen der nächsten sieben Tage unser schwimmendes Hotel sein sollte. Das Auto blieb an Land, unser Gepäck wurde später direkt in die Kabine gebracht (ein toller Service!).

Um diese Uhrzeit war es recht ruhig an Bord. Die abreisenden Passagiere waren mehr oder weniger alle schon weg und die neuen Passagiere trudelten jetzt eben erst nach und nach ein. Eine gute Gelegenheit, um an einer der ersten Bordführungen des Tages teilzunehmen, bei der wir mit einem der Gästebetreuer (in diesem Fall mit Magdalena, unserer Gästebetreuerin) das Schiff von oben nach unten und wieder zurück erkundeten. Auf dem Weg passierten wir nicht nur die Restaurants (der California Grill entwickelte sich schnell zum Lieblingslokal unseres Sohnes, wir mochten das Bella Vista und das East Restaurant sehr gerne) und die Shoppingmeile, sondern auch den Wellness- und Fitnessbereich, die diversen Bars, eine herrliche Lounge direkt am Bug mit großen Panoramafenstern (dort sollten wir uns während der nächsten Tage noch häufig aufhalten) und kamen auf Deck 12 an der Ocean Bar und der direkt daneben hängenden Dartscheibe vorbei (auch dieser Punkt sollte während der Reise einer unserer Hotspots werden).

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So ein erster Tag an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vergeht ratzfatz. Zumindest empfanden wir das so. Bis wir etwas (in diesem Fall im Marktrestaurant) gegessen (tolle Auswahl, für jeden etwas dabei, was bei uns mit „schleckigem Teenager“ und mir als Nicht-Fleisch-Esserin nicht immer einfach ist), unser Kabine ausgiebig erkundet und in der Hängematte auf dem Balkon probegelegen hatten, war der Nachmittag schon rum und wir wurden zur obligatorischen Seenotrettungsübung gerufen. Oder war es andersherum und wir haben vorher unseren Sundowner genossen und wurden bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Warnemünde von unzähligen kleineren Schiffen begleitet, die ihre Schiffssirenen, wie auch die große AIDA, heulen ließen? Ich weiß es nicht mehr und es ist auch egal, die Ausfahrt aus dem Hafen jedenfalls war ein Gänsehautmoment, der Aperol Sprizz war lecker und bei der Seenotrettungsübung war es voll. Da fiel uns zum ersten Mal auf, wie viele Menschen an Bord waren, obwohl wir sicherlich selbst da nur einen Bruchteil der Passagiere und Besatzungsmitglieder gesehen haben. Jedenfalls war auf Deck 5 ein ziemliches Gewusel, das dennoch perfekt durchorganisiert war. Keine Panik auf der Titanic. So oder so ähnlich… 🙂

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Tag 2 Wir finden, ein Seefahrt, die ist…
…zunächst noch immer völlig neu für uns. Dafür, dass wir geglaubt hatten, beim Schiffsrundgang am Tag zuvor alle Ecken und Winkel gesehen zu haben, verliefen wir uns häufig auf dem (gedachten) Weg zu unserer Kabine auf Deck 7. Wo war noch mal vorne? Steuerbord? Backbord? Dieser Flur sah doch beim letzten Mal ganz anders aus und wo waren jetzt noch mal die Aufzüge? Den Seetag haben wir also mit weiteren Schiffserkundungsrundgängen verbracht, waren Kaffee trinken, hingen gemütlich auf den Außendecks in der Sonne oder in der Lounge herum und spielten Spiele und machten uns anhand der AIDA heute schlau über das angebotene Tagesprogramm. Uhrzeit fürs Dartspiel entdeckt… Herrlich, so ein durchorganisierter Tag, in den man einfach so abtauchen kann. Essen so viel und mehr oder weniger auch so oft man will, hier und da eine gemütliche Auszeit an einer der vielen Bars mit leckeren Cocktails (alkoholfrei und alkoholisch und jede Menge mehr an Getränken – ich wage fast zu behaupten, es gibt so gut wie nichts nicht)…

Tag 3 Wir erleben eine lebendige (Alt-)Stadtgeschichte in Tallinn, Estland.
Der Kreuzfahrthafen der estnischen Hauptstadt liegt direkt vor den Toren der Stadt. Bis in die Altstadt sind es nur 500 Meter, sodass am Tallinn gut zu Fuß und auf eigene Faust erkunden kann. Oder eben könnte. Wir haben uns für einen von AIDA organisierten Ausflug entschieden. Dazu muss ich vielleicht noch einmal anmerken, dass wir diese Sommerreise sehr kurzfristig gebucht hatten und wir beruflich im Sommer 2017 sehr eingespannt waren, sodass keiner von uns Lust und Zeit hatte, sich groß in die Reiseziele einzuarbeiten. Wir wollten „kein Risiko“ eingehen und haben daher alle Ausflüge an Bord bzw. bereits zuhause über das My-AIDA-Bordportal gebucht. Auch das hat sich für uns als sehr gute Lösung erwiesen, alle Ausflüge waren perfekt organisiert und wir haben uns überall sehr wohl, gut informiert und gut aufgehoben gefühlt.

Unser Ausflug war ein geführter Stadtspaziergang, der uns in Tallinns Altstadt mit dem mittelalterlichen Stadtkern, zur Stadtmauer und der „Dicken Margarethe“ führte. Habe ich schon erwähnt, dass wir auf der gesamten Reise herrliches Sommerwetter genießen konnten? Ein Traum. So auch die wirklich schöne Hansestadt mit ihrem besonderen Charm. In der estnischen Metropole genossen wir das gemütliche Treiben im historischen Zentrum und waren fasziniert von den Zwiebeltürmen der Alexander-Newski-Kathedrale auf dem Domberg, die wir leider nur von außen gesehen haben. Ein weiter Blick auf die Altstadt und die Tallinner Bucht bot sich uns vom Turm-Dach der dicken Margarethe. Und schließlich machten wir auf dem Marktplatz eine Pause, beobachteten dort das geschäftige Treiben und haben uns mit einem Eis die Zeit vertrieben…

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Zurück an Bord sahen unsere Tage eigentlich immer gleich gemütlich aus. Ein Kaffeechen trinken oder auch mal ein Bier, einen Cocktail, irgendwo gemütlich abhängen, beim Dartspiel zusehen bzw. mitmachen, Essen gehen, herumschlendern, fotografieren, in einer stillen Ecke sitzen (jaaa, die gibt es tatsächlich zu genüge, zur Not ja auch immer noch die Hängematte auf unserem Balkon) und lesen oder fasziniert aufs Meer hinausschauen und die Gedanken schweifen lassen… Laissez faire oder auch: Das Leben genießen.

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Tag 4 Wir werden willkommen geheißen im Venedig des Nordens – willkommen in Sankt Petersburg.
Was soll ich sagen… Was für eine Stadt. Ich bin noch immer sehr beeindruckt von so viel Prunk, auch so viel Protz, so vielen Menschen… Ich war ja wirklich schon in vielen Städten dieser Welt unterwegs, habe Metropolen wie New York, Sydney, San Francisco, Kapstadt, Paris und viele (Groß-)Städte mehr besucht, aber so viele Menschen und so viel Trubel – vom Autoverkehr ganz zu schweigen! – wie in St. Petersburg habe ich noch nie zuvor erlebt. Jesses. Aber egal, es war rundum alles großartig. Schon die Einreise nach Russland mit dem Schlange stehen war irgendwie spannend, diese Stadt, die sicherlich das Highlight einer jeden Ostseekreuzfahrt ist, wollten wirklich alle sehen und so herrschte richtig Betrieb bei der Passkontrolle. Mit der AIDAmar lagen an diesem Tag übrigens weitere sechs große Kreuzfahrtschiffe im Hafen und zig Tausende an Touristen besuchen die Stadt mit Bussen, dem Auto, der Bahn… Alles egal, wir sind, egal wohin wir reisen, ob direkt vor der Haustüre oder in der weiten Welt, immer Teil der Touristen und die Welt ist eben viel viel voller geworden als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Die vielen Menschen möchten nun eben auch gerne vieles von der Welt sehen.

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Zurück zu St. Petersburg. Schon die Schiffspassage, vorbei an der Insel Kronplatz mit der Nikolaus-Kathedrale und weiter durch den finnischen Meerbusen, an dessen Ostende die nördlichste Millionenstadt der Welt liegt, ist eine Reise wert. Nach der Einreise stand schon unser Bus samt der einheimischen, aber deutschsprechenden Reiseführerin für uns bereit. Gebucht hatten wir für diesen Tag einen abenteuerlich langen Ausflug – eine Stadtrundfahrt inklusive Peter-und-Paul-Kathedrale und einem Besuch der Eremitage, die schon lange lange lange auf meiner Wunschliste der zu besuchenden Orte stand.

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Insgesamt waren wir neun Stunden mit dem Bus bzw. zu Fuß unterwegs. Wir haben wirklich viel gesehen und doch war ein Tag in St. Petersburg viel zu kurz. Die zweitgrößte Stadt Russlands hat soooo viel zu bieten und es gibt soooo vieles anzuschauen. Sehr gerne hätten wir auch den Katharinenpalast besucht oder eine Bootsfahrt auf der Newa gemacht, aber alles geht eben nicht…

Tag 5 Wir staunen über die schöne Hafenstadt Helsinki.
Ich hatte, um ehrlich zu sein, überhaupt keine Vorstellung von Finnlands größter Stadt, die als Hauptstadt gerade mal so groß wie meine Heimatstadt ist. Nun gut, immerhin wohnen wir hier auch in der Landeshauptstadt, aber das ist ein anderes Thema.

Finnland also war die nächste Destination auf unserer Reise, die uns einmal rundherum gegen den Uhrzeigersinn durch die Ostsee führte. Man denkt ja immer, da sieht man bestimmt andauernd Küstenstriche oder Inseln, denn soooo groß ist die Ostsee schließlich nicht. Weit gefehlt jedoch, auch die Ostsee ist ein unfassbar großes Meer und zudem fährt das Schiff ja in der Regel nachts und da ist dann ohnehin wenig bis nichts zu erkennen. Ich schweife schon wieder ab…

Finnland also… Warum auch immer wir dachten, Helsinki könnten wir so nebenbei erleben… So hatten wir für 1-tägigen Stopover in Finnland eine Busausfahrt ins 50 Kilometer entfernte Städtchen Porvoo gebucht. Zum Glück nur eine Halbtagestour, denn auch wenn die 800 Jahre alte Stadt sehr zauberhaft aussah, es hat den ganzen Vormittag geregnet und da kann eine Stadt so schön sein wie sie will, so richtig Spaß macht dann kein Stadtspaziergang. Mir oder uns zumindest nicht. Mit hochgezogenem Kragen und Kapuze folgten wir dennoch unserer Reiseführerin durch das eigentlich malerische Künstlerörtchen, vorbei an kleinen Läden, hübscher Museen, Galerien und Cafés. Aber mit dem Regen… Egal, steckt man nicht drin, wir nahmen es gelassen. Zurück in Helsinki endete der Halbtagesausflug im Zentrum, direkt am Dom. Junior entschied sich, mit dem Bus mit zurück zum Schiff zu fahren und dort zu chillen, wir Großen blieben in der Stadt und waren froh über diese Entscheidung. Schließlich hatte der Regen aufgehört, die Sonne blitze ab und zu durch und so haben wir doch noch einiges von der schönen Stadt sehen können. Zu Fuß schlenderten wir am berühmten Kaufhaus Stockmann – immerhin das größte Kaufhaus Finnlands und der ganzen nordischen Länder! – vor bis zum Hauptbahnhof. Dieser Bahnhof ist ein weltberühmtes finnisches Jugendstilgebäude mit rosafarbenem Granit und ist eines der Wahrzeichen von Helsinki. Der von Eliel Saarinen entworfene und 1919 eröffnete Bahnhof gilt wegen seiner prächtige Architektur als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt. Zurecht, wie ich finde. Der Glockenturm und die zwei riesigen Statuen am Haupteingang sind bemerkenswert. Allzu lange konnten wir nicht verweilen, denn wir waren auf dem Weg zur Temppeliaukio-Kirche (Felsenkirche), wo wir in den Genuss kamen, einem Xyolphonspieler zu lauschen. Das war sehr ergreifend. Zurück führt unser Weg durch den Park Esplanadi mitten im Zentrum bis zum Marktplatz mit seiner wunderschönen Vanha kauppahalli (deutsch: Alte Markthalle). Das Gebäude ist eine Augenweide. Direkt hinter der Markthalle warteten die Shuttle-Busse von AIDA, mit dem auch wir zurück zum etwa 2,5 Kilometer entfernten Kai im Hafen zurückfuhren.

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Oben erwähnte ich, dass ich keine Vorstellung von Helsinki hatte. Im Nachhinein muss ich sagen, hätte es keine Busfahrt nach Porvoo gebraucht. Vielleicht ist das aber natürlich auch nur aufgrund des Regens mein Resümee, das kann schon sein. Wären wir in Porvoo in der Sonne gesessen und hätten das Leben hinter der Sonnenbrille genossen, sähe mein Fazit wahrscheinlich ganz anders aus. Obwohl… Für das erste Mal in einer neuen Stadt, und dazu in einer so pulsierenden Stadt wie Helsinki, hätten wir die Zeit dort gut nutzen und uns noch viel mehr von der schönen Architektur und den tollen Design-Läden anschauen können.  Egal, so können wir sagen, dass wir nicht nur in Helsinki sondern eben auch in der zweitältesten Stadt Finnlands gewesen sind. Das ist ja auch was. 😉

Zwischendurch und so…

Allabendlich werden zig Shows auf der AIDA aufgeführt. Ich gestehe, wir mögen alle drei weder Zirkus noch Akrobatik oder Varieté. Zaubershows sind uns ein Graus, von Singwettbewerben ganz zu schweigen. Alles also nicht so wichtig für uns. Toll aber doch, dass es so eine Vielfalt an Bord gibt und sehr gut gefallen hat uns die AIDA-Ausgabe von Wer wird Millionär, bei der wir viel Spaß hatten. Neben den Shows gab es Kunstauktionen zu bestaunen und jeden Tag wurde über den nächsten bzw. übernächsten Hafen berichtet und es wurden die Sehenswürdigkeiten und Ausflugspakete vorgestellt. Eine feine Sache.

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Tag 6 Wir sind neugierig auf die Stadt mit mehr als 50 Brücken – Stockholm.
Ein bisschen was über (m)eine neue Liebe Stockholm hatte ich im Blog ja bereits nach Rückkehr von unserer Ostsee-Tour berichtet. Und spätestens bei der Anfahrt nach Stockholm hat es sich mehr als gelohnt, dass wir uns für eine Balkonkabine entschieden hatten. Denn vor dem Einlaufen im Hafen von Stockholm fuhren wir ungefähr vier Stunden durch die vorgelagerten Schärengärten. Zu ganz früher Stunde (etwa 4.30 Uhr) genossen wir dieses besondere Erlebnis noch im Schlafanzug vom Balkon aus. Etwas später machten wir uns auf nach oben/draußen und staunten bei einer Tasse dampfenden Kaffee über die Schönheit der Schären und unzähligen Eilande, die Stockholm mit seinen insgesamt 14 Inseln vom offenen Meer abschirmen. Unser Liegeplatz war im Freihafen und damit etwas vier Kilometer vom Zentrum entfernt. Direkt am Kai starteten aber nicht nur die AIDA-eigenen Ausflüge, dort standen neben den AIDA-Shuttle-Bussen auch schon diverse Hop-on-Hop-off-Busse bereit, mit denen man schnell und bequem in die Innenstadt fahren konnte. Brauchten wir alles nicht an diesem Tag. Wir hatten nämlich einen Ausflug Vasa-Museum und Inselhüpfen per Pedelec gebucht. Nicht ganz günstig, aber jeden Euro wert. Es war unsere erste Radtour mit einem elektrisch unterstützen Fahrrad und es hat uns riesigen Spaß gemacht. Ein Anstieg über die höchste Brücke der Stadt zum Rathaus? Pah, Kleinigkeit. 😉 Wir flitzen geradezu bis ins Zentrum von Stockholm, am wunderschönen Opernhaus vorbei bis zum Vasa-Museum (suuuuuper!) und weiter zum Pavillon von Prinz Eugen im Stadtteil Djurgarden. Entlang am Wasser und durch Wälder hielten wir irgendwo zum Mittagessen (ich weiß nicht mehr, wie das Ausflugslokal hieß – ich glaube Ekorren – , es lag jedenfalls malerisch am Wasser), bevor es mit einem Stop in der Gamla Stan, der Altstadt, und vorbei am Königlichen Schloss zurück zum Schiff ging. Ein toller Ausflug, den ich jederzeit wiederholen würde. Schade lediglich, dass die Zeit nicht für einen Besuch des Abba Museums reichte…

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(Zu den Bildern von Stockholm und der Fahrt durch den Schärengarten geht es hier entlang)
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Tag 7 Wir freuen uns über einen Tag „Hang loose“ auf hoher See.
Unser letzter Tag war ein Seetag. Es ging von Stockholm zurück nach Warnemünde. Auch dieser Tag verflog eigentlich schon wieder viel zu schnell. Morgens gönnte ich mir im Wellnessbereich eine Massage, die sehr gut getan hat. Frühstück draußen auf Deck 11 mit einem wundervollen Ausblick und den Tag einfach Tag sein lassen. So ließ es sich auch an unserem letzten Tag an Bord gut aushalten.

Die sieben Tage verflogen geradezu und lange nach der Reise hatten wir noch immer das Lied von Enya in den Ohren und auf den Lippen, das Gäste und Crew jedes Mal hören, wenn die AIDA einen Hafen verlässt…

We can steer, we can near, with Rob Dickins at the wheel,
We can sigh, say goodbye Ross and his dependancy,
We can sail, we can sail…
Sail Away, Sail Away, Sail Away…

Tag 8 Wir sagen Tschüss und es geht ab nach Hause.
Zu kurz auf dieser Reise kam ganz sicher Warnemünde. Wir waren allerdings vor vielen Jahren, da gab es den Junior noch nicht, mal im Urlaub unter anderem in Warnemünde und schon damals hat uns das Seebad, das ein Stadtteil der Hansestadt Rostock ist, mit seinem 150 m breiten Sandstrand – dem breitesten Strand an der deutschen Ostseeküste, wenn ich mich nicht täusche – verzaubert. Wie es aber oft so ist… Am Ende eines Urlaubs möchte man dann doch nach Hause und wir hatten schließlich ja auch wieder endlos viele Kilometer auf der Autobahn vor uns, sodass für einen Bummel auf der Promenade und zum Leuchtturm leider keine Zeit blieb. Wer weiß, vielleicht klappt es beim nächsten Mal, wenn wir mit der AIDA in See stechen…

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Einmal ist keinmal…

Es wurde uns von Freunden und vom Reisebüro schon prophezeit… Hat man die Annehmlichkeiten einer Kreuzfahrt erst einmal schätzen gelernt, folgt die zweite Reise ganz bestimmt. Ja, auch wir wurden vom Kreuzfahrtfieber gepackt und so stachen wir nach der Ostseerundfahrt 2017 im Sommer 2018 ab Mallorca in See. Dazu irgendwann mehr…

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Und damit nicht genug… Aller guten Dinge sind Drei – mindestens. 😉 In diesem Jahr sind die norwegischen Fjorde unser Ziel. Gar nicht mehr lange und es geht los. Ich werde berichten… Und dann gibt es da noch soooo viele spannende Ziele zu entdecken. Da wäre die Fahrt von Montreal nach New York oder umgekehrt, es gäbe eine Fahrt durchs östliche Mittelmeer, die interessant klingt. Oder wie wäre eine Reise in den Orient ab/bis Dubai… Huch, da fällt mir ein, über unseren Urlaub letzten Herbst nach Dubai wollte ich doch auch noch berichten. Einmal ist keinmal…

[verlinkt]
Nähfrosch | Urlaubslinkparty

 

 

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9 Kommentare zu “Ostsee | antetanni unterwegs

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  3. Liebe Anni, wenn ihr das nächste Mal ab Rostock in See stecht, zeig ich euch die Stadt oder Warnemünde. Wie ihr wollt. 😊 Die Ostseetour reizt uns auch, aber wir hadern auch mit dem Thema Kreuzfahrt. Dein Bericht klingt aber ganz versöhnlich. LG Undine

    Gefällt 1 Person

    • Au fein, liebe Undine, da komme ich bestimmt drauf zurück, denn es ist ja schon wieder was geplant… Wie geschrieben, hatten auch wir Respekt vor den vielen Leuten, aber alle Furcht war unbegründet, die Momente, an denen gaaaaaanz viele Menschen aufeinander trafen, hielten sich wirklich in Grenzen und es war sehr gut auszuhalten. Es gibt vor allem genügend Ecken auf dem Schiff, um sich auch mal zurückziehen zu können. Von daher: Was hält dich (noch) auf?! 😉
      Viele Grüße
      Anni
      P.S. Gerade mit Kindern/Jugendlichen ist so eine Seereise dufte, je nach Alter und Ferienzeit reisen die Kids umsonst oder für einen sehr überschaubaren Pauschalpreis…

      Gefällt 1 Person

  4. Herrlich zu lesen dein Reisebericht. Ich kann mir bislang überhaupt nicht vorstellen eine Kreuzfahrt zu machen. Bin früher (als Kind) viel zwischen Kiel und Oslo gefahren um Verwandtschaft dort zu besuchen. Das war schon was feines und würd ich mal wieder machen, aber so ne ganze Woche mit so vielen Leuten auf einem Schiff??ich weiß ja nicht…
    Lg Iggy

    Gefällt 1 Person

    • Dankeschön, liebe Iggy. Wir konnten uns eine Seereise auch sehr lange nicht vorstellen, wir hatten wirklich Furcht vor den Menschen“massen“. Natürlich sind da viele Menschen an Bord, aber auch wir hätten es nicht für möglich gehalten, dass das größtenteils nicht auffällt. Fast ein bisschen „mystisch“. 😉
      Die Ostseetour wurde mit 7 und mit 10 Tagen Reisedauer angeboten, wir hatten uns dann aus besagter Furcht für die kürzere Variante entschieden und dachten, eine Woche wird schon auszuhalten sein. Die Furcht war unbegründet, es ließ sich alles sehr gut aushalten. 🙂
      Viele Grüße
      Anni

      Gefällt 1 Person

  5. Sehr beeindruckend, liebe Anni, danke, dass Du uns mit auf die Reise genommen hast 🛳
    Jede Menge ❤grüßle für Dich
    Katrin

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    • Sehr gerne, liebe Katrin. Viel zu lange war ich mir diesen Reisebericht selbst schuldig. Als ich gestern nochmals den schon lange im System schlummernden Textentwurf wieder gelesen hatte, kamen alle schönen Erinnerungen wieder hoch und ich würde am liebsten sofort wieder in See stechen. Die Route war klasse und es kribbelt mich in den Fingern, auch die zehntägige Ostseereise zu machen…
      Herzensgrüße vom Sofa zurück (bin weiter am mich schonen) Anni

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