Super Hero Rucksack | antetanni näht (Probenähen E-Book)

[Werbung] Das Schnittmuster für dieses Nähprojekt wurde mir kostenfrei im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt. Am Ende des Beitrags befindet sich ein Shoplink zur vorgestellten Anleitung.

Rucksack Big Lialuma…

Der Lialuma kommt groß raus!

Nach den beiden Little Lialumas – dem Rucksack für die Klein(st)en und dem Pink Falingo –  freue ich mich, dass es mit dem Big Lialuma nun auch ein Schnittmuster für diesen tollen Rucksack in Groß gibt.

Der große Verwandte des Kinder(garten)rucksacks wartet mit tollen Extras auf: Neben den beiden Steckfächern auf der Vorderseite gibt es zusätzlich ein verdecktes Reißverschlussfach, das auf den ersten Blick, je nach vernähtem Stoff, gar nicht zu sehen ist. Das finde ich schon mal spitze!

Mit einer Größe von 30 cm Breite, 34 cm Höhe und 14 cm Bodentiefe bietet der Big Lialuma genügend Stauraum für einen Tagesausflug, einen Schultag oder das Geraffel, das man ins Büro/zur Arbeit mitnehmen möchte. In die zwei seitlichen Steckfächer passt jeweils eine 0,75 l-Trinkflasche oder auch die Soundbox, die junge Leute nun ja überall dabei haben – vorbei die Zeiten, als man noch riesige Ghettoblaster herumschleppen musste… 😀

Auch der große Bruder des Little Lialumas kann durch die zwei Tragegriffe in der Hand getragen werden. Die gepolsterten Rückenträger sind in der Länge verstellbar und können auch wieder mit Steckverschlüssen versehen werden (geht aber auch ohne, wie hier bei mir). Ach so, im Rückenteil ist noch eine verdeckte Reißverschlusstasche vorgesehen, die ist dann wirklich geheim und bietet Platz für den Ausweis oder Geldbeutel… Anders als im E-Book vorgesehen, habe ich diese rückseitige Reißverschlusstasche ebenfalls mit einer (wattierten) Blende versehen, damit der Reißverschluss nicht an der Kleidung/am Rücken reibt und auch der Reißverschlusszipper nicht drückt.

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Innen ist im großen Hauptfach Platz für Bücher/Unterlagen, das Vesper und was man sonst noch mitnehmen möchte. Dazu gibt es für etwas mehr Ordnung und Wiederauffindbarkeit noch ein Steckfach über die gesamte Breite, das ich bei meiner Version in zwei kleinere Steckfächer unterteilt habe, die jeweils mit einem KamSnap verschlossen werden können. Außerdem habe ich innen noch ein Stück Gurtband mit einem D-Ring eingenäht. Hier kann man beispielsweise ein Schlüsselband bzw. den Schlüsselbund oder ein kleines Täschchen mit einem Karabiner einhaken.

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Das E-Book von Bianca Bremer | Lialuma beinhaltet eine reich bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung der einzelnen Nähschritte sowie ein Schnittmuster zum Ausdrucken. Nichts muss vergrößert werden, nach dem Ausdrucken und Zusammenkleben der Schnittmusterteile kann man direkt loslegen. Das mag ich. Auch dass insgesamt nur wenig Material und kein großer Firlefanz benötigt wird, finde ich super: Genäht wird der Big Lialuma aus nicht dehnbaren Stoffen. Muster- oder Materialmix gewünscht? Bitteschön – Taschen, Seitenteile, Boden- und Reißverschlussstreifen bieten jede Menge Möglichkeiten, sich kreativ auszutoben oder auch Stoffreste zu verwenden.

Genau das habe ich getan…

Bei meinem Big Lialuma habe ich den Boden und die Seitenteile aus einem robusten Outdoorstoff genäht, der unempfindlich und damit perfekt für einen Rucksack ist, um ihn auch mal auf einem feuchten oder schmutzigen Untergrund abstellen zu können. Kombiniert habe ich den dunkelroten Stoff mit einem trendigen Canvas mit Comicmotiven drauf. Ein (weiterer) Hingucker ist, wie ich finde, der rote Reißverschluss und das rote Gurtband aus Baumwolle, das ich für die Träger und die beiden Tragegriffe verwendet habe.

Bei den Trägern musste ich dieses Mal ein bisschen tricksen… Ich wollte unbedingt sämtliches Material aus dem Fundus verwenden – hoch lebe der Stoffabbau! – und nichts Neues dazu kaufen. Also habe ich begeistert und beherzt losgelegt, dann aber festgestellt, dass ich vom Gurtband etwa 40 cm zu wenig vorrätig hatte, die ich für den zweiten Tragegriff gebraucht hätte. Klar, dass mir das erst auffiel, als der erste Griff schon festgenäht war und ich mich auch schon auf Rot eingestellt hatte. Keine Chance für etwas anderes aus dem Vorrat… Was also tun? Im Fundus hatte ich noch ein schmaleres Gurtband, das ich für die rückseitige Abdeckung der Träger verwenden konnte (gefällt mir sogar besser, vor allem ist das schmalere Gurtband sehr viel weicher [100 % Baumwolle] als das breite [65 % BW, 35 % Polyester] und damit viel angenehmer am Rücken zu tragen). Finde den Fehler… Dass ich vor lauter Begeisterung über die Lösung einen Träger verkehrt herum angenäht hatte… Schwamm drüber…

Da musste ich nochmals dran und habe mich für die Rettungsvariante entschieden, den bereits angenähten Schieber abzutrennen und neu aufzunähen. Nun denn, dient Übungszwecken und der eigenen Schulung, beim nächsten Mal besser aufzupassen… Ich erwähne hier nicht, dass ich später dann noch beim Innenfutter Vorder- auf Rückseite genäht hatte und auch hier nochmals auftrennen musste… Jesses! Wenn du den Beitrag zur Crossbag gelesen hast, schüttelst du wahrscheinlich den Kopf und denkst dir, dass es hier wohl ziemlich chaotisch zugehen muss… Uhhhh… 😉

Zurück zu den Trägern…

Die Rückenträger habe ich in der Variante ohne Steckverschlüsse genäht und somit auch hier ein paar Zentimeter eingespart. Außerdem habe ich die Trägerenden mit Stoffblenden versehen und brauchte sie daher nicht umnähen, was wieder ein paar Zentimeter hergab. Summa summarum blieb genügend Gurtband übrig, um den Rucksack ohne Nachkauf von neuem Material fertigstellen zu können. Tschakka! Plan aufgegangen!

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An die Trägerenden habe ich aus dem schmalen Gurtband noch kleine Schlaufen eingenäht. So kann man beim Herumbummeln seine Daumen faul einhängen. 😉 Tatsächlich war der Beweggrund dafür, die Trägerlänger so lang wie möglich nutzen zu können. Jetzt können sie bis an die Stoffblende heran verstellt werden und dank der Schlaufen sind sie noch immer gut zu fassen.

Und sonst so…

Das Innenfutter habe ich ganz unspektakulär komplett aus Baumwolle genäht. Und bis auf das Extra-Gurtband mit D-Ring und die ohnehin im E-Book vorgesehenen Steckfächer (ich habe mich lediglich für etwas höhere Fächer entschieden) auch ohne weiteren Firlefanz. Hier könnte ich mir aber gut weitere Steckfächer oder auch noch ein oder zwei Reißverschlussfächer vorstellen…

Als kleines Extra, ohne besondere Funktion, hängt auch beim Big Lialuma an einer seitlichen Lasche noch ein Anhänger im passenden Design. Ein bisschen Schischi eben. Einfach so und einfach schön. ♥

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Das Nähen hat großen Spaß gemacht, genauso der Austausch in der Probenähgruppe – es ist der Wahnsinn, welch‘ tolle Modelle entstanden sind. Das Lookbook ist der Hammer! So viel Inspiration! So viel Kreativität! Die Anleitung ist gut gemacht und verständlich geschrieben. Es dürften auch für Anfänger keine Fragen offen bleiben.

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Ein Schnittmuster mit Suchtpotenzial… Ein nächster Rucksack Big Lialuma ist – zumindest im Kopf – schon vorgeplant… ♥

[verlinkt]
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_Werbung/Kooperation | Für das Probenähen habe ich das Schnittmuster und die Anleitung zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, darüber hinaus jedoch keinerlei Zuwendungen für diesen Beitrag oder für das Nähen als solches. Das Schnittmuster von Bianca Bremer | Lialuma ist erhältlich bei Kasuwa→ https://www.kasuwa.de/shop/lialuma

19 Gedanken zu „Super Hero Rucksack | antetanni näht (Probenähen E-Book)

  1. nealich

    Und gleich noch so ein cooles Teil und auch noch für Helden gemacht 😘 Ich glaub es ja fast nicht… BaumwollGurtband mag ich auch lieber nur manchmal ringelt es sich so eigenartig ein 🤔 Greu mich schon auf Dein nächstes Heldenwerk 👍👍👍
    💕Grüßle an dich von Katrin

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    1. antetanni Autor

      Hmmm, ach so… Das kenne ich zum Glück (noch) nicht. Ich habe hier ein Gurtband verwendet, das zu 65 % aus Baumwolle und zu 35 % aus Polyester (oder war es andersherum? Hmm…) ist. Es ist damit griffiger/trageangenehmer als die reinen Poly-Bänder, aber vielleicht dann doch noch etwas formstabiler als „nur“ Baumwolle? Ich habe allerdings an meiner „Alltagsheldin“ ein reines Baumwollgurtband mit 40 mm Breite und da kringelt sich nichts, und das, obwohl ich die Tasche seit über einem Jahr nahezu täglich mit mir herumtrage.

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  2. Naehkaeschtle

    Toller HERO Rucksack. Ich bewundere immer diese tollen genähten Rucksäcke bei dir und anderen, aber ich kann mich nicht dazu durchringen mich von meinen inzwischen über 30 Jahre alten Jack W. zu trennen … ich habe so viel mit ihm erlebt. Und so werde ich nach der Runde in der Waschmaschine nach diesem Urlaub wieder Nähte flicken und ihn doch weiter nutzen … mal sehen ob er mich überlebt. LG Ingrid

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    1. antetanni Autor

      Vielen Dank, liebe Ingrid. Ohhh, ich verstehe dich gut. Ich hatte bis vor ein paar Jahren auch einen gekauften Rucksack (aus einer Art Jute-Material), der mich durch die halbe Welt begleitet hat. Irgendwann war er so rissig, dass kein Reparieren mehr half (damals nähte ich auch noch nicht) und ich habe mich schweren Herzens davon getrennt. Und weißt du was? Ich weine ihm heute noch hinterher… Das „richtige“ (selbst genähte) Modell für mich habe ich (auch) noch nicht gefunden, mal gucken, was ich mit dem „Super Hero“ mache…

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  3. maika

    Heldengaft schön. Und ein echter Farbknaller. wunderbar. Ich wünsche dem Neubesitzer viele aufregende Zeiten mit dem neuen Schmuckstück und freu mich, dass Du wieder dabei bist in unserem Buchstabenreigen. Viele liebe Grüße maika

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