Federtasche | antetanni näht (Anleitung, Freebie)

Nach dem Däschle-Tausch ist vor dem Mini-Däschle-Tausch…

Hast du den Beitrag gestern gelesen, in dem ich vom Tausch mit Kati erzählte? Seit ein paar Tagen steht das von ihr für mich gewerkelte Nadelboot am Nähtisch und ich träume mich ans Meer… ♥

Heute zeige ich dir, was ich für Kati genäht und eingepackt habe. Sie wünschte sich ein Täschchen aus Inchies und natürlich habe ich mich gefreut wie Bolle, als sie schrieb, dass sie „alle Schattierungen von Blau“ liebt. Da ist sie bei mir gut aufgehoben. ♥

508 Stoffstückchen und einige Wochen später ist diese Federmappe entstanden…

Nicht, dass du dich wunderst, hier habe ich nicht alle 508 Stoffstückchen vernäht, denn Kati wünschte sich „vielleicht nur eine Seite mit Inchies und die andere uni“. Natürlich, das mache ich doch gerne.

Durch die Inchies braucht das Mäppchen gar nicht mehr Schnickschnack, wie ich finde, und eine Besonderheit der Federtasche sind ja auch noch die beiden Reißverschlussfächer im Deckel und am Boden. In diesen Klappen verstecken sich jeweils Schlaufen aus Gummibändern, um dort beispielsweise Stifte unterbringen zu können. Ich habe zwei, drei Schlaufen etwas größer gelassen für vielleicht eine Schere, einen dickeren Stift oder vielleicht die Mascara, denn das Etui kann gut auch als Kosmetiktasche verwendet werden. Oder aber als Mäppchen für Stifte usw., genauso wie für Nähzubehör und vieles mehr.

Ein paar kleine Extras gehen dann aber doch immer und so habe ich noch zwei kleine Anhänger − einen sommerlichen Flip Flop und ein Boot − an die Zipper gehängt. Das lädt zum Träumen an bessere Tage am Strand ein… ♥ Und in das Täschchen habe ich noch Glas-Markierer gesteckt. Wenn die doofe #Corontäne weiter gut im Griff ist, darf man ja hoffentlich auch wieder Besuch bekommen und wer weiß, vielleicht gibt es den ein oder anderen Sommerabend mit Freundinnen auf dem Balkon/der Terrasse und einen leckeren Aperol Spritz oder Hugo… Die Ringe kann man um den Stiel der Gläser hängen und so sein eigenes Glas kennzeichnen. Außerdem habe ich − mangels Süßkram bei den Temperaturen am Versandtag (das würde im Postauto ja schmelzen) − noch Stifte, ein bisschen Nähzubehör − zwei sommerliche Webbänder, ein Nadelkissen, bunte Knöpfe − und fröhlich bunte Klebemanschetten für Teelichter eingepackt.

Getreu dem Motto Schreib mal wieder habe ich eine der schönen Textilkarten − natürlich die in Blautönen ♥ − verwendet, die ich unlängst bei Ulrikes Geburtstagswichtelei bekommen habe.

Zurück zu Federtasche…

Genäht habe ich das Täschchen aus zwei Hosenbeinen, die beim Nähen der Ofenhandschuhe immer übrig bleiben. Für die Vorderseite habe ich das aus den Inchies gewerkelte Stoffstück verwendet, die Seiten, Rückseite und die Klappen sind unifarben aus Jeans. Innen habe ich mich für beschichtete Baumwolle in Jeansblau mit dezenten Sternchen entschieden. Zur Stabilität ist Decovil light I eingebügelt/eingenäht (da es sich teilweise immer wieder löste, habe ich es hier und da festgenäht, vor allem auf der beschichteten Baumwolle, da wollte es einfach nicht halten), was meine Geduld beim Wenden herausforderte.

Die Anleitung ist vom Bernina-Blog, vielleicht erinnerst du dich, dass ich sie vor ein paar Wochen als Web-Fundstück verlinkt hatte. Der Schnitt war schnell erstellt, es sind ja alles nur Rechtecke. Die Anleitung ist gut beschrieben und wenn man seeeeeeehr sorgfältig arbeitet, passt auch alles. Ich jeoch musste tatsächlich mehrfach auftrennen, da der Jeansstoff doch immer ein bisschen mehr als gedacht nachgibt. Das war es ein bisschen ein K(r)ampf beim Annähen der Reißverschlüsse und ich musste aufpassen, dass sich nicht alles verzog. Aber von solchen kleinen Störungen lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen, der Nahttrenner und ich sind ohnehin beste Freunde und dank Fußball rauf und runter im TV konnte ich mich zum Auftrennen oder Zusammenstecken immer wieder mal nach unten in das vielleicht um 1,5 Grad kühlere Wohnzimmer setzen, bevor es wieder in die Gluthölle Dachgeschoss an die Nähmaschine ging. 😀 Nein, nein, ich beschwere mich nicht, ich lieeeeeeeebe den Sommer und er darf gerne gaaaaaanz lange bleiben nach inzwischen zwei, drei Schwächetagen wiederkommen.

Dieses Federmäppchen war mein erstes dieser Art, wird aber nicht mein letztes sein. Ich finde das Schnittmuster und die Idee großartig, Junior hat ein solches (Kauf)mäppchen für die Schule und das habe ich schon lange nachnähen wollen. Wie gut also, dass ich im Bernina-Blog auf das Schnittmuster gestoßen bin. Von Kati weiß ich inzwischen dass sie Gefallen an der Federtasche hat, was mich riesig freut. Vielen Dank für die Tauscherei. ♥

[verlinkt]
Nähzeit am Wochenende
Patchen und Quilten
Stich für Stich
Ufo-Time

13 Gedanken zu „Federtasche | antetanni näht (Anleitung, Freebie)

    1. antetanni Autor

      Vielen Dank, liebe Lydia. Habe ich dir eigentlich schon geschrieben, wie sehr ich mich über dein „Hüftgold“ gefreut habe? Es geht hier gerade etwas turbulent zu und ich befürchte fast, der Dank ist mir durchgerutscht. Ich bitte um Verzeihung. Es war jedenfalls eine sehr sehr sehr schöne Überraschung. Dankeschön. ♥

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  1. Pingback: Eine Hülle für die Hülle | antetanni näht | antetanni

  2. Doris Willems

    Sorry, ich war lange nicht im Netz unterwegs und deshalb erst jetzt mein Kommentar.
    Das ist ja eine wunderschöne Tasche geworden. So viele interessante Fächer und Möglichkeiten. Da werde ich mich mal näher mit beschäftigen!
    Viel Spaß daran und herzliche Grüße, Doris :o)

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