Weniger ist mehr – Wäschekommode | antetanni sagt was

Von Witwen und Waisen und sonstigen Überbleibseln….

Weniger ist mehr geht in meine zweite Woche. Viel habe ich nicht geschafft, um mich dem Vorhaben 1000 Teile raus anzunähern, aber wurscht, ich gehe einen Schritt nach dem anderen und in den letzten Tagen gab es hier und da doch kleinere Erfolge, über die ich berichten kann.

Am Sonntag habe ich die Pause beim Handball-EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Österreich genutzt, um im Schlafzimmer die frisch gewaschene Wäsche in die Wäschekommode zu legen. Da fiel mir ein, dass ich mich bei den Hemdchen und den Socken seit Wochen über zerschlissene Teile und Witwen und Waisen ärgere und diese längst habe aussortieren wollen. Also habe ich beide Schubladen geleert und zerschlissenen Hemdchen (6*), Strumpfhosen (1) sowie verwaiste Strümpfe/Socken (4+8), der Partner wohin auch immer verschwunden sind – wollten wahrscheinlich „bloß kurz Zigaretten holen“ –, aussortiert. In Summe habe ich für diese Woche damit 19 Teile in Blau (Kategorie Kleiderschrank, Wäschekommode) im Zahlenfeld abgestrichen.

*Übrigens war es keine Option, aus den Hemdchen Putzlappen zu machen. Ich nutze ausrangierte Hemdchen (und je nach Verschleiß auch Socken) gerne zum Schuhe putzen, aber beim Schuhputzzeugs herrscht seit der letzten größeren Ausmistaktion im Flur noch immer Ordnung und die Schublade mit den Lappen zum Putzen ist mehr als gut gefüllt.

Letzte Woche habe ich mich verzählt, da habe ich die kleine Schere mit Plastikgriff versehentlich zweimal im Text aufgeführt und selbstredend auch zweimal gezählt. Tztztz. Dafür habe ich am Wochenende am Schreibtisch eine weitere Tube Uhu entdeckt, der nicht mehr klebt/eingetrocknet ist (1). Diesen streiche ich diese Woche daher nicht ab, so stimmt es in Summe wieder und bleibt aktuell bei den 37 Teilen der Kategorie Schreibtisch (orange) von letzter Woche.

Weniger ist mehr…

Das Körbchen ist übrigens eines, das bei der Renovierung des WCs übrig geblieben ist. Darin lagen vor einem Jahr noch die Gästehandtücher. Seit gut einem Jahr stand es nun im Flur und keiner weiß, warum eigentlich. Es wurde immer wieder von A nach B und zurück geräumt. Eigentlich soll(te) es aussortiert (entsorgt) oder zumindest in den Keller gebracht werden. Von alleine läuft es aber weder vors Haus noch in das Untergeschoss. Beim Überlegen, wie ich den Krempel aus der Wäschekommode fotografieren könnte, dachte ich, wie gut, dass da noch das Körbchen steht… 😀 😛 Mal gucken, ob ich es für Kleinteile weiter zum Aussortieren nehme. So kann ich hier und da die Woche über schon Zeugs sammeln für die 1000-Teile-raus-Aktion bei Elke.

Ich arbeite übrigens noch an einer Art Übersicht fürs Entrümpeln, ähnlich der Kategorien-Liste, die Elke für sich erstellt hat. Ich habe für mich festgestellt, dass es für mich nicht bei allen Gegenständen passt, sie nach Marie-Kondo-Manier alle von überall her einzusammeln und dann geballt zu sortieren. Ich habe beispielsweise Küchenzeugs/Geschirr in der Küche, im Ess- und im Wohnzimmer und im Keller. Alles hat da irgendwie seine Berechtigung und dennoch gibt es an jedem der Lagerplätze Sichtungsbedarf und ggf. Teile zum Ausmisten. Nach Marie Kondo müsste ich alles zusammentragen und dann sichten/entscheiden. Ich will die Sachen, die Stand heute aber im Keller sind, eher (noch) dort belassen und lieber oben schon im Kleinen hier und da ausräumen, wie ich eben dazukomme. Ach, wurscht, ich will mir gar nicht so viele Gedanken über das Wie machen, sondern mich lieber auf das Ausmisten selbst konzentrieren, damit ich vorwärts komme. Mir doch egal, ob das dann #konmari ist oder nicht. 😛


Immerhin…

Woche 1Schreibtisch46
Woche 2Kleiderschrank/Kommode19
Gesamt65

Im Schlafzimmer gibt es weiteren Handlungsbedarf, nicht nur in den Schubfächern, auch der Schrank will wieder mal gesichtet werden. Eins nach dem anderen, zwei Schubladen der Wäschekommode sind geschafft.

[verlinkt]
1000 Teile raus

22 Gedanken zu „Weniger ist mehr – Wäschekommode | antetanni sagt was

  1. nealich

    So wie es geht, ist es gut 🧘‍♀️ und wenn es ein Körbchen mit Wäsche ist, dass verabschiedet werden soll, dann ist es auch fein. Du bist gut dabei, liebe Anni 👍 für mich ist es auch nicht wirklich sinnvoll, erst alles zusammen zu tragen. Ich räume mich auch lieber von Eckchen zu Fleckchen und manchmal eben auch nur eine Schublade…. Besser als nix.
    Hab einen schönen Tag und 💕grüßle dazu von Katrin

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    1. antetanni Autor

      Vielen Dank für deinen Zuspruch, liebe Katrin. Genauso sehe ich es auch für mich. Alleine die Vorstellung, erst einmal Kisten und Kästen im Keller beiseite räumen zu müssen, um an das Küchenzeugs zu kommen… Himmel, nein. Darum kümmere ich mich, wenn die Inhalte der Kisten und Kästen gesichtet sind. 🙂
      Hab du auch einen schönen Tag, Herzensgrüße von mir dazu
      Anni

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  2. Valomea

    Liebe Anni,
    das war eine sehr gut genutzte Spielpause! Und Du hast natürlich Recht: manchmal ist das Zusammentragen zwar sinnvoll, aber gerade wenn man nicht unendlich Zeit hat, ist Deine hier beschriebene Methode die eindeutig bessere, weil dann nämlich ÜBERHAUPT etwas passiert. Ich werde auch ganz bestimmt nicht alles Geschirr zusammentragen aus seinen Flohmarktkisten im Keller und auf dem Boden….
    Liebe Grüße!
    Elke

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    1. antetanni Autor

      Dankeschön für deinen Zuspruch, liebe Elke. Ja, so sehe ich es auch. Es führen ja bekanntlich nicht nur alle, sondern damit auch unterschiedliche Wege nach Rom, und Kleinvieh so nebenbei macht eben auch Mist. Hätte ich gewartet, bis ich die Wäschekommode mal ganz in Angriff nehmen kann, wäre das frühestens am Sanktnimmerleinstag. Vorher nämlich habe ich dafür nämlich keine Zeit oder mag mir dafür keine Zeit nehmen. 😉
      Liebe Grüße
      Anni

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  3. Patricia

    Hallo Anni, ich arbeite z.B. Raum für Raum ab und nicht nach Marie Kondo Art – ich möchte einfach Ordnung schaffen und mich von allzu viel Ballast befreien. Du machst das schon richtig *finde ich* Hauptsache ist doch das wir am Ende einen Erfolg sehen, oder? Schlafzimmer steht bei mir als nächstes auf dem Plan und mir graust es jetzt schon davor. Liebe Grüße Patricia
    Teil 1 „Wohnzimmer“

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    1. antetanni Autor

      Sehr treffend gesagt, liebe Patricia. Es gibt einfach viele Wege, die einen zur Ordnung führen. Für den einen hat sich das Ausmisten nach KonMari bewährt, andere gehen nach Räumen vor usw. Der Weg ist das Ziel und das Ziel gibt den Weg für jeden nach Gusto vor. 🙂
      Schlafzimmer komplett würde mich überfordern, daher hangle ich mich von der Kommode über die beiden Schränke und irgendwann bis hin zur Bettwäsche/den Handtüchern. Eins nach dem anderen.
      Liebe Grüße
      Anni

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  4. Anonymous

    Liebe Anni
    Danke für deine Antwort, ich bin gespannt ob es heute funktioniert. Ich finde deinen Blog interessant und ich hätte gerne bei deiner Bingo Themenliste mitgemacht. Auch die 1000 Teile raus sind interessant hab ich schon auf mehreren Blogs bewundert wenn man das kann. Vielleicht schaffe ich das ja auch noch einmal.
    Liebe Grüße Maria

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    1. antetanni Autor

      Es klappt, liebe Maria, und schön, dass es dir hier gefällt. Du bist jederzeit willkommen beim Bingo! und Elke freut sich auch über alle, die bei 1000 Teile raus mitmachen. Go for it. 💪
      Liebe Grüße
      Anni

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  5. Bine mit Angel

    Liebe Anita,
    Du hast da wieder einen schönen Erfolg erzielt mit Deiner gut genutzten Zeit in der Pause beim Handball.

    Und von einer Kategorie erst alles zusammen zu tragen, bevor manches davon aussortiert wird, mag zwar in manchen Bereichen sinnvoll sein, in manchen eben auch nicht.
    Ich muss sagen, dass ich ohnehin kein Marie-Kondo-Fan bin. In meinen Augen wird um ihre Aufräum- und Ausmistmethode ein zu großer Hype gemacht. Und sich bei jedem Stück zu fragen, ob es einen noch glücklich macht oder nicht, ist die eine Sache, sich dann aber auch noch bei jedem Stück, das verabschiedet wird, zu „bedanken“, eine ganz andere. Das können doch nur Menschen machen, die zuviel Zeit haben, und bei mir muss auch das Aussortieren ökonomisch von der Hand gehen, nicht unüberlegt in einer Hau-Ruck-Aktion, aber doch zügig. Und für mich ist es auch übertrieben, sich mit Klamotten, Küchenutensilien, Büromaterial, etc. zu „unterhalten“. Aber dies ist alles meine persönliche Meinung, und wenn jemand das machen will und gut findet, ist das seine Sache.
    Viele Menschen sehen wahrscheinlich auch keinen Sinn darin, Stoff zu zerschneiden, nur, um ihn dann anders wieder zusammen zu naehen. Es gibt aber dennoch sehr, sehr viele, die diesen „Irrsinn“ machen, und das auch noch mit Begeisterung und als Hobby.

    Alles Liebe

    Sabine

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    1. antetanni Autor

      Feine Worte, liebe Sabine. Ja, das ist schon ein großer Hype, überhaupt ums Aufräumen/Ausmisten herum. Wohl so ein Wohlstandsding, da so viele viel zu viel Zeugs haben und im Zuge von dem ebenso gehypten Thema der Achtsamkeit lassen sich eben auch hier unzählige Bücher/Ratgeber drum herum verkaufen. Ich denke, das Bedanken/Verabschieden ist eher so im übertragenen Sinne gemeint bei/für Menschen, die sich sehr schwer tun mit dem Ausmisten/Loslassen. Da kann es hilfreich sein, wenn man sich die Fragen stellt, ob beispielsweise ein vor Urzeiten gekaufter und seit Jaaaaaahren ungetragener Mantel einen überhaupt noch glücklich macht und man sich nicht eher daran erfreut, was er eben vor Jahren für einen bedeutet hat und nun „darf“ er gehen. Danke, tschüss, ciao. Der Perspektivwechseln kann bestimmt helfen. Aber ich sehe es ähnlich wie du, mir ist das meist auch zu viel des Guten. Lieber machen. Ach, wie immer… es kommt auf eine gesunde Mischung an zwischen zügigem Ausmisten und einzelnen Teilen, die man vielleicht nochmals in die Hand nimmt und gründlich(er) überlegt, was damit geschehen soll.
      Dein letzter Satz mit dem „Irrsinn“ gefällt mir *lach.

      Liebe Grüße

      Anita

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  6. sylvieb61

    Oh weh, liebe Anni, wenn ich deinen Beitrag so lese, fällt mir gleich mein Kleiderschrank ein, den ich unbedingt auf Motten checken muss. Und in der Speisekammer , ich bin mir nicht so sicher, bin ich der Meinung, einen Mäuseköddel gesehen zu haben. (Das bringen alte Bauernhäuser so mit sich…) Aber vielleicht war es auch nur ein Teeblatt. Trotzdem, der Sache muss ich nachgehen. Dabei kann dann auch gleich ausgemistet werden. Alles so unliebsame Arbeiten…
    Wie machst du das bloß alles neben deinem Job, dem Bloggen und Nähen etc etc etc?
    Sei auf jeden Fall herzlichste gegrüßt
    Silvia

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    1. antetanni Autor

      Au weia, dann mal los! Wie ich das alles mache? Gaaaaanz langsam, mehr geht nicht. Dabei hätte ich es viel lieber zackzack erledigt, aber alles geht eben nicht. Und es gibt sooooo viele Ecken, die dermaßen verkruschtelt sind… Puhhh. Ich schreibe nämlich viel lieber Blogbeiträge, als dass ich mich mit Aufräumen, Ausmisten usw. beschäftige…

      Die 1000-Teile-raus-Aktion von Elke gibt mir den notwendigen Schubs, eins nach dem anderen anzugehen, anders geht es nicht.

      Herzensgrüße und jetzt ab mit dir zum Kleiderschrank oder in die Speisekammer… 😉

      Anni

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      1. antetanni Autor

        Hmmm… keine Ahnung. Ich würde sagen, mach‘ wie es sich für dich gut anfühlt. Die 1000 sind ja auch kein Muss, sie sollen ein Ansporn sein, dich überhaupt mit dem Thema Ausmisten auseinanderzusetzen und wenn es dir die Sache leichter macht, jedes Stück einzeln zu zählen, warum nicht.

        Liebe Grüße und go for it!

        PS. Ich habe die Socken/Strümpfe aus der Kommode auch einzeln gezählt, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob es vormals Paare waren ja/nein. Sie sahen eher nach Witwen und Waisen aus, auch wenn die Stückzahl grundsätzlich durch Zwei aufgegangen wäre.

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  7. wuehlmausambasteln

    Liebe Nanni,
    Mit dem Ausmisten ist man irgendwann froh und erleichtert, dass man Krempel losgeworden ist. Ende Januar – also quasi vor 3 komplett vergangene Jahren, fingen wir an müllfrei – also soweit es geht – zu leben. Dann kam auch eine gewaltige „arufräum-ausmist“ Aktion.
    Den Entschluss, keine neue Kleidung zu kaufen / nähen – ausser man hat es notwendig, hatte ich schon vor viel längerer Zeit genommen. Klamotten habe ich genug, aber hatte schon damals keine Überflut im Vergleich zu Freundinnen. Jetzt muss ich wieder bald ans Ausmisten ran. Weil jetzt manche Kleidungsstücke nach 7 Jahren oder 10 Jahren echt abgetragen sind. Ich habe immer weniger. Also ziehe ich meine Sachen auch mehr an – und trotz Reparaturen oder Verschönerungen gibt es doch irgendwann den Geist auf.
    Bei uns zu Hause hatten wir damals gut aussortiert. Dennoch sind andere Gegenstände ins Haus reingekommen, wobei ich mich über viele davon echt freue : Geschenke von der elsässischen Oma oder den Schwiegereltern : Töpfe aus Soufflenheim, Teller aus dem selben Töpferdorf, eine Römertopf. Familienstücke also, Gegenstände mit Geschichte oder Funktion.
    Im September habe ich meine Schulklasse komplett leer geräumt (nach 12 Jahren in einer Schule – bin jetzt im Nachbardorf) und mein Arbeitszimmer zu Hause komplett ausgemistet. Das war heftig. An jungen Kollegen habe ich vieles weiter geschenkt, vieles ging auch direkt zum Papierrecycling. Nur das Nötigste wurde zu Hause aufbewahrt. Ich glaube ich hatte gut 2 bis 3 Papiertonnen voll (bei uns sind es gelbe Tonnen).

    Liebe Grüsse aus dem Elsass
    Caroline

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    1. antetanni Autor

      Wunderbar, liebe Nanni. Ich miste ja gefühlt andauernd aus, aber nie so wirklich konsequent, ich kann so schwer loslassen (in der Theorie bin ich super, aber wehe, ich habe die Dinge dann in der Hand… au weia). Das gemeinsame Ausmisten jetzt motiviert mich hoffentlich, damit ich am Ende des Jahres auf weniger Zeugs blicke. 💪
      Liebe Grüße
      Anni

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