Weniger ist mehr | Woche #01/23 und #02/23

Ich wiederhole mich: Hier ist was los…

Ich höre mich andauernd sagen, dass soviel los ist. Das nervt mich langsam schon selbst, aber tatsächlich weiß ich seit Wochen nicht so genau, wo mir der Kopf steht. Ich habe viele Termine, die von außen diktiert sind und denen ich mich kaum bis nicht entziehen kann, und zuhause ist es oft auch der Schlendrian, der mich davon abhält, mehr im Haushalt und überhaupt wieder etwas in Sachen Ausmisten zu tun.

Naja, nicht ganz, in Woche #01/23 habe ich nichts wirklich ausgemistet, es flog aber einiges an Papiermüll sowie eben erst eingezogene Verpackungen (von Weihnachtsgeschenken) oder ähnliches raus, das ich nicht gezählt habe.

In Woche #02/23 ging dann wenigstens ein bisschen was vom lange eingelagerten Zeugs weg:

38 Teile (rund um den) Schreibtisch/Papierkram (Orange)

  • 18 Notensätze, die ich an den Notenwart vom Chor zurückgegeben bzw. in Absprache mit ihm entsorgt habe. Ich habe bzw. hatte zwei breite A4-Ordner voll mit Noten vergangener Konzerte, die wir die nächsten Jahre nicht mehr singen werden. Diese Noten durften nun (zurück-)gehen. Ein Ordner ist geblieben, da muss ich nochmals in Ruhe durch und doppelte Notensätze usw. aussortieren, aber ein Anfang ist gemacht.
  • 1 genähter Untersetzer, der auch nach mehreren Wäschen nicht mehr richtig sauber wurde, so darf er gehen
  • 1 Stück Blubberfolie von irgendwas
  • 2 Cellophantüten von ebenso irgendwas
  • 8 kleine Druckverschlussbeutel (schon wieder?… wo kommen die andauern her?)
  • 1 „halber“ Abheftstreifen, die andere Hälfte fehlt, also weg damit
  • 5 Bögen Seidenpapier (eingerissen, teilweise verfärbt, ich mag sie nicht mehr zum Einpacken von irgendetwas aufbewahren)
  • 2 Einlieferungsbelege von irgendwelchen Päckchen und Paketen vom Frühsommer 2022 (hä?)

22 Teile Komono/Krempel (Gelb)

  • 2 Papiertüten, die seit Monaten (warum auch immer…) unter meinem Schreibtisch lagen, inzwischen zerknüddelt und eingerissen, so kann ich sie nicht mehr gebrauchen und sie durften in den Papiermüll
  • 1 Box, die ursprünglich mal Papiertaschentücher enthielt und die ich anschließend jahrelang Stifteköcher verwendet habe
  • 1 Plastiketui, das ich mal mit Frauenkram in der Handtasche rumgeschleift habe
  • 2 Geschenkkartönchen, in denen mal Schokolade war – ich dachte, ich hebe sie auf, um selbst mal wieder etwas darin zu verpacken, vom Herumziehen zwischen Tisch und Regal, weil nirgends wirklich Platz dafür ist, wurden die Schächtelchen nicht schöner, also weg damit
  • 4 Anstecknadeln/Pins, die ich noch nie irgendwo angepinnt habe
  • 2 Mini-Stoffsäckchen/Staubbeutel
  • 5 Topflappen und Spültücher
  • 3 Paar Lang- bzw. Abfahrtski habe ich am Sonntagabend noch spontan mit auf den Sperrmüllhaufen vors Haus gepackt (die Skier sind Jahrzehnte alt, haben keine Spannung mehr usw.)
  • 1 Paar Skistöcke flog auch gleich mit weg
  • 1 Box zum Draufsitzen (eigentlich praktisch, aber ur-alt mit eingerissenen Stellen des Kunststoffgeflechts und damit alles andere als noch schön)

3 Teile Elektro/Elektronik (Schwarz)

  • 3 kaputte und im hintersten Eck zurückgelegte Elektro-/Elektronikteile (Wasserkocher, Tastatur, Maus) habe ich per Zufall noch in der Garage entdeckt und sie ebenfalls mit zum Sperrmüll gepackt (da hatte ich ohnehin Elektroschrott angegeben und mich gefreut, dass die Müllabfuhr auch diese weiteren Teile mitgenommen hat)

43 Teile Nähzimmer/Bastelzeugs (Lila)

  • 4 ausgedruckte Schnittmuster, die schon so lange da liegen, dass ich mich gar nicht erinnern kann, die Modelle jemals genäht haben zu wollen 😉
  • 27 Häkelblümchen/-sterne und gehäkelte Eulen aus den Anfängen meiner wiederentdeckten Handarbeitszeit vor ungefähr zehn Jahren. Mein Geschmack/mein Können haben sich verändert, es wird Zeit, die Sachen in Freiheit zu entlassen 😉
  • 1 Hailight-Mäppchen, das nicht recht gelungen ist; so möchte ich es nicht verschenken, also darf auch dieses gehen
  • 1 Reißverschluss, den ich irgendwo rausgetrennt habe, ihn aber doch nicht benötige
  • 2 Mini-Täschchen, ebenfalls aus meiner Anfängerzeit des Nähens
  • 2 Taschen-„Heizkissen“ gefüllt mit Milchreis, die über die Zeit sind
  • 1 Spängchenetui
  • 3 Mini-Utensilos
  • 2 Taschentücher-Täschchen

1 Teil Kleiderschrank (Dunkelblau)

  • 1 Unnerbüx, für die kein Ersatz beschafft wurde, da die Schublade mehr als genügend Vorrat beherbergt

In Summe konnte ich in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres 107 Teile ausmisten (ohne sie zu fotografieren), die ich heute noch „nachmelden“ möchte, denn morgen ist ja schon der nächste „Ausmistmittwoch“ bei Valomea im Blog.

Einige Sachen konnte ich weitergeben an Freundinnen, die Verwendung dafür haben, andere Dinge landeten in der Zu-verschenken-Kiste vor dem Haus, das meiste im (Sperr-)Müll. Sichtbare Erfolge? Mäßig. Es ist noch immer viel zu viel Zeugs da, es ist weiterhin mühsam mit dem Loslassen und ich habe noch viel zu tun, um mein Ziel von Weniger ist mehr zu erreichen…

[verlinkt]
1000 Teile raus

15 Gedanken zu „Weniger ist mehr | Woche #01/23 und #02/23

    1. antetanni Autor

      Pffff, Rekorde… Schön wär’s. Wenn ich mit getrauen würde, würde ich mal ein Bild von meinem Arbeitsplatz posten, aber glaube mir, dann ist mein (hoffentlich doch) guter Ruf dahin. 😉
      Ich kruschtel gleich noch ein bisschen weiter, vielleicht kann ich den Flow vom Wochenende weiter nutzen…
      Liebe Grüße
      Anita

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  1. heldendervorzeit

    Liebe Anni,
    wie jetzt, nichts ausgemistet? Über 100 Teile in einer Woche ist doch ganz ok 😂 Das macht dann 5100 im Jahr, wenn du die erste Woche pausiert hast 😉
    Aber ganz im Ernst, ich erkenne doch gewisse Parallelen zu den Zuständen hier, wo auch Verpackungen, missratene Nähversuche, uralte Ski etc. lagern. Und freu mich für dich, dass du so gut vorwärts kommst. Und hoffe, es weckt meinen Ehrgeiz, mindestens genauso viel rauszuwerfen… 😁
    hoffentlich ist die verrückte Zeit mit den vielen Terminen irgendwann vorbei und du kannst zwischen dem entrümpeln auch etwas chillen!
    Liebe Grüße
    Nanni

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  2. yase

    100 Teile in einer Woche??? Da muss ich ja erst gar nicht anfangen – ich bin beim ersten Teil in diesem Jahr schon hängengeblieben. Post heute. Meine Güte, wenn ich sehe, was du machst, kann ich gleich aufhören…
    Herzlichst
    yase – die sich aber nicht entmutigen lässt. Es ist noch nicht aller Tage abend, sagt Paulchen Panther

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    1. antetanni Autor

      Quatsch, Yase, lass dich bloß von mir nicht beeindrucken. Wenn du wüsstest, was hier alles liegt, da sind 100 Teile nicht einmal ein miniminiminimini heißer Tropfen auf den Stein.
      Und als Paulchen machst du das genau richtig, das Jahr ist noch lang. 😉 😛

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  3. Monika

    Nichts geschafft in Sachen „Ausmisten“?
    Wer ausmistet, die Dinge zählt, sie aufschreibt und dann noch an richtiger Stelle entsorgt – hat wohl mehr als geschafft. Oder?

    Ich wäre raus, wenn ich meine zu entsorgenden Dinge noch zählen und notieren müsste…..lach.

    In diesem Jahr habe ich noch gar nicht angefangen: Weder auszumisten noch in Sachen Termine. Lasse alles ganz langsam angehen und unter Druck setze ich mich auch nicht. Aber so war ich eigentlich immer schon….meinen Mann hat das früher immer etwas in Rage gebracht…grins. Aber nach 32 Jahren muss er mich kennen und mittlerweile kann er auch mal Fünfe grade sein lassen. Mein Motto: “ Keep calm“

    Liebe Grüße in den Mittwochnachmittag

    Monika

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    1. antetanni Autor

      Hach, eine herrlich relaxt klingende Einstellung. Du machst es genau richtig, liebe Monika. Ich bin eigentlich auch meistens recht gechillt, aber über die Jahre haben sich so viele Dinge angehäuft, dass sie beginnen, mich zu erdrücken. Ich weiß nicht, ob es mehr geworden sind (glaube ich eigentlich nicht), aber früher scheint mich die Masse nicht so gestört zu haben. Langsam mag ich es am liebsten, wenn ich von ganz wenigen Dingen umgeben bin. Ich arbeite dran. Beim Ausmisten habe ich ab und zu einen Flow, der will dann eben genutzt werden, denn es hat sich leider auch ganz schnell wieder aus-ge-flow-t. 😉

      Liebe Grüße
      Anita

      PS. Alles zähle ich auch nicht mehr und Fotos mag ich auch nicht mehr machen. Das ist nämlich der größte Aufwand und für mich oft Hemmnis gewesen, überhaupt auszumisten, wenn ich daran dachte, auch noch das richtige Licht und den richtigen Hintergrund für Müll (Müüüülllllll) abwarten/aussuchen zu müssen. Außerdem muss ja auch nicht jeder sehen, was für’n Zeugs ich da ausmiste.

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  4. niwibo

    Ich werfe hier ja jeden Tag was weg, verschenke oder spende es oder verkaufe es. Da mache ich mir gar keine Gedanken mehr, das passiert schon automatisch.
    Aber weiter so liebe Anni, Du bist auf dem richtigen Weg.
    Mir ist allerdings die Arbeit zu viel, alles aufzulisten. Ich freue mich einfach, wenn die Schubladen leerer werden.
    Lieben Gruß
    Nicole

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    1. antetanni Autor

      Ich beneide dich um deine „Gabe“, dass du leicht loslassen kannst. Das fiel mir schon immer schwer, aber ich arbeite daran (und auch an einem Automatismus). Und ich schreibe auch nicht mehr alles auf, in der Zeit sortiere ich lieber noch ein bisschen Zeugs mehr aus. Dennoch ist die Aktion von Elke eine sehr gute Motivation für mich. Und du bleibst in meinen Gedanken, wenn ich mal wieder (an etwas zu lange) hänge. Es wird. Langsam, aber es wird. 💪

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  5. Rosi

    na.. da ist doch schon was zusammen gekommen .. 😉
    ich mache zwar bei Valomena nicht mit
    aber bin auch dabei auszusortieren ..
    was gar nicht so leicht ist manchesmal stelle ich auch wieder etwas zurück was schon aussortiert war 😉
    es geht langsam .. aber es geht
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. antetanni Autor

      Ohhh, Rosi, du sprichst mir aus der Seele. Im Herbst hatte ich ja einiges aus dem Keller aussortiert und war versucht, einiges wieder zurückzustellen. Glücklicherweise habe ich zu guter Letzt doch alles verschenkt oder entsorgt, aber es war knapp. Sehr knapp. 🙂 Aber auch langsam kommen wir zum Ziel.

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