Weniger ist mehr – Noch mehr Papierkram | antetanni sagt was

Papier ist ja so geduldig…

Ich schrieb es gestern, Papier ist wohl meine Leidenschaft oder das, was hier in Sachen Platzbedarf Leiden schafft. Ich muss es einsehen, ich bin eben doch schon ein bisschen zu alt, um als Digital Native aufgewachsen zu sein. Ich wurde noch mit Papier in der Hand sozialisiert. 😉

Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht auch dazu lernen könnte und so habe ich die „ungewollte Freizeit“ über die Ostertage genutzt, den vielen Ordnern in den Schränken im Arbeits- und Nähzimmer weiter den Garaus zu machen. Ich blicke wieder auf einen hohen Stapel an Papierkram, der mich voranbringt in Sachen Weniger ist mehr. Vielmehr blickte, denn heute lief auch der Schredder schon zur Hochform auf, drei große Tüten habe ich in den Papiermüll getragen und muss jetzt gleich noch den Staubsauger bemühen, der die Reste verschlucken darf, die beim Umfüllen vom Schredder in den Papierkorb daneben fielen.

Doch zurück zum Ausmisten…

Im Aktenschrank im Arbeitszimmer befanden sich unter anderem zwei breite A4-Ordner mit Rechnungen (nach Alphabet sortiert). Eines meiner Vorhaben lautete, die Inhalte wieder einmal gründlich zu sichten (laut Datumsangaben muss das letzte Mal etwa 2012 gewesen sein, denn es lagen Rechnungen/Belege ab 2012 in den Ordnern… dabei hätte ich schwören können, dass ich da unlängst erst durch bin…) und möglichst auf einen Ordner zu reduzieren (in Zeiten, in denen die meisten Rechnungen per E-Mail eingehen, sollte das doch möglich sein). So der Plan. Eine Stunde später waren Unmengen an Papier aussortiert:

  • 323 (!) Rechnungen/Kaufbelege von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (und dabei habe ich mehrere Rechnungen eines Lieferanten, die ich zusammen bezahlt und im Ordner daher aneinander getackert abgelegt hatte, jeweils nur als 1 gezählt) – ich frage mich dennoch, warum ich jeden Hudeldudel-Beleg aufbewahre…
  • 6 Belege für DHL-Retouren
  • 18 x sonstiger Papierkram (wie Werbeinformationen, Anleitungen usw.)

In Summe macht das 347 Teile der Kategorie Schreibtisch/Papierkram (Orange) und damit ist tatsächlich nicht nur einer der Rechnungsordner leer, sondern mehr als ein Zahlenfeld komplett in Orange ausgemalt. Abweichend von der „üblichen“ Vorgehensweise habe ich nämlich im angefangenen fünften Zahlenfeld zunächst nur die „22“ für diesen Ausmisterfolg ausgemalt und dafür ein komplett neues, sechstes Zahlenfeld in Orange ausgemalt. Der absolute Wahnsinn.

Beim Ausräumen dieser Ordner habe ich 5 Gutscheine und etwa 20 weitere Unterlagen gefunden, die ich an die Plätze geräumt habe (abgelegt/Wiedervorlage), wo sie hingehören, bzw. die ich noch sichten muss.

Nachdem im fünften Zahlenfeld noch ein paar Felder frei waren (sind), dachte ich, ich kruschtle noch ein wenig weiter, denn im Schrank standen und stehen weitere Ordner mit noch mehr Papierkram. Während die Käsekuchen Muffins im Ofen standen, habe ich weiter aussortiert:

  • 2 Broschüren
  • 16 Zeitungsartikel, die ich irgendwann mal ausgeschnitten und aufbewahrt habe (ich hätte mich im Fall der Fälle niemals daran erinnert, etwas zu Thema X oder Y aufbewahrt zu haben…)
  • 45 Vereinsblätter (Informationen), die ich vermutlich auch nicht mehr benötige (ich habe sie bislang nicht vermisst und gehe davon aus, dass sich daran auch künftig nichts ändert)
  • 5 Anleitungen von Ausstattungsdingen, die wir nicht mehr im Haushalt besitzen, lagen auch noch in einem Ordner. Weg damit…

Macht nochmals 68 Teile in Sachen Papierkram (Orange), die ich im fünften Zahlenfeld abgestrichen habe.

Raus flogen schlussendlich auch noch ein paar Trenn- und Registerblätter und Folien (7), die eingerissen waren. Außerdem nochmals Bedienungs-/Montageanleitungen (2) von längst ausrangiertem Zeugs und ein paar weitere Rechnungen/Belege (10), die ich „fachfremd“ zwischen anderen Unterlagen hervorgezogen habe. In Summe weitere 19 Teile Papierkram (Orange).

Da ich zum korrekten Ablegen von Anleitungen nochmals im Ordner mit den Bedienungsanleitungen unterwegs war, habe ich dort erneut ein wenig gewühlt und bin unter anderem auf 18 Rezepte (Dunkelgrün) gestoßen, die bei näherer Betrachtung doch weg konnten. Und als es ans Zurückstellen der Ordner in den Schrank ging, habe ich selbige nochmals grob durchgeblättert und erneut 22 Teile Papierkram/Folien (Orange) aussortiert (manchmal lohnt der zweite Blick, oder die noch freien Zahlenfelder, die gefüllt werden wollen… Motivation pur ist das…). Dazu sind noch 21 Kunden- und Visitenkarten (Papierkram; Orange), die abgelaufen/durch neue Karten ersetzt wurden, oder die ich nicht mehr nutze usw., im Schredder gelandet.

JanuarSchreibtisch46
JanuarKleiderschrank/Wäschekommode19
JanuarSchreibtisch (Zettelwirtschaft, Nähzimmer, Wäschekommode)162
FebruarArbeitszimmer114
FebruarGeschenkpapier/Verpackungskram14
FebruarWerbepost14
FebruarNähzimmer und Schreibtisch70
FebruarBadezimmer (Waschbeckenunterschrank), Nähzimmer102
FebruarQuerbeet von allem ein bisschen (Nähzimmer, Krempel)34
MärzServiettenschublade (Deko…, Zeitschriften, Spiele)39
MärzDies und Das (Nähzimmer)41
MärzMedikamente (Badezimmer, Skisachen (Kleiderschrank)114
MärzUpcycling (Material/Zeugs im Nähzimmer), Bücher/Zeitschriften uvm.137
MärzBehälter und Sachen zum Zählen im Nähzimmer53
AprilKochbücher/Rezepte Lose-Blatt-Sammlungen27
AprilKerzen, Deko (Sideboard Essszimmer); Rezepte/Lose-Blatt-Sammlungen56
AprilKleidung9
AprilSchnittmuster und Bastelvorlagen255
AprilSchnittmuster und anderer Papierkram107
AprilPapierkram, Rezepte495
Gesamt1.908

Ich blicke voller Freude in den Schrank zurück, der jetzt nicht mehr komplett mit Ordnern zugestellt ist. Die leeren Ordner sind in den Keller umgezogen. Ein paar Ordner stehen weiter vollgestopft im Schrank (irgendwie ist das auch so ein Raumwunder…), da muss ich noch ran, aber für diesen Bericht soll es erst einmal genügen. Ich wühle weiter, denn egal wann, wie oft und wo… Weniger ist mehr…♥

[verlinkt]
1000 Teile raus

9 Gedanken zu „Weniger ist mehr – Noch mehr Papierkram | antetanni sagt was

  1. Bine mit Angel

    Hallo, Anita,
    vielleicht solltest Du Dir einen Ordner zulegen, in dem Du notierst, wo Du was ablegst, also zu welchen Themen Du Zeitungsauschnitte und Ähnliches aufhebt und dann im betreffenden Ordner auch noch einmal ein Register/Inhaltsverzeichnis erstellen😉😉😉
    Doppelte Buchführung nennt man sowas, glaube ich 😊😊😊

    Nein, Du kannst wirklich stolz sein auf Deine Osterarbeit👍👍👍

    Liebe Grüße

    Sabine

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  2. Valomea

    Liebe Anni,
    Du bist unglaublich! *lach*
    Die Rechnungen werde ich nicht zählen, nein, bestimmt nicht. Das Papier habe ich immer nur gewogen. Aber bei mir ist der Rechnungsordner auch mal wieder dran, das habe ich vor drei oder vier Jahren zuletzt getan.
    Fröhliches Vorankommen!
    LG
    Elke

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    1. antetanni Autor

      Ach, das zu zählen, viel mir nicht schwer, da ich eh jedes Blatt in die Hand nehmen/umblättern musste. Gestern habe ich zwei Rechnungen bezahlt (Verbrauchsmaterial) und diese sofort entsorgt. 💪 Die Rechnungen für Sachen mit Gewährleistung habe ich nach dem Jahr des Endes derselben in ein Fach des Registers einsortiert, so kann ich diese künftig am Ende des entsprechenden Jahres komplett rausnehmen und entsorgen und muss sie nicht mehr anhand des Datums prüfen. Und sollte ich während dieser Zeit was reklamieren müssen, suche ich halt zwischen drei oder fünf Belegen, so viele sind das jetzt (!!!) ja nicht mehr. 😅

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      1. Valomea

        Manche Rechnungen hebe ich viel länger auf als die Gewährleistung reicht. Mir fällt da spontan unsere Küche ein. Wenn man nach 8 oder 10 Jahren mal ein Ersatzteil braucht, findet man die Bezeichnung/das Ersatzteil so viel leichter. Aber da muss man halt immer alle Rechnungen durchsehen….weiß nicht, was mehr Sinn macht.
        Weiter so, liebe Anni!

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      2. antetanni Autor

        Das mache ich auch so. Diese Rechnungen habe ich separat abgelegt. Auch für länger genutzte Elektrogeräte, Fahrräder usw. 💪 Außerdem Handwerkerrechnungen oder Rechnungen, die für die Versicherung/Steuer relevant sein könnten. Das mit der Gewährleistung bezog sich auf Rechnungen für ich sag jetzt mal beispielsweise eine Skijacke, der Reißverschluss womöglich innerhalb der Gewährleistung kaputt gehen könnte, und solche Sachen.

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  3. Briganti

    Hallo Anita, dass hört sich doch nach einer super erfolgreichen Aktion an. Ich bin ja nicht so strukturiert beim Ausmisten, aber am Sonntag wollte ich nur mein Bett beziehen. Beim Anheben der Matratze verrutscht e der Lattenrost, also musste die Matratze ganz raus. Was soll ich sagen. Ich glaube, mein Blick ist schon länger nicht mehr unter das Bett gefallen . Nach einer Stunde war der Müllsack voll ( lauter Kram, den man aus sentimentalen Gründen aufhebt und dann doch nicht vermisst oder anschaut), unzählige Haargummis, die verschwunden waren und eine Zeitschriftensammlung aus vielen Jahren fand ihren Weg ins Altpapier. Gefunden habe ich den vermissten Schlafsack und seine Unterlage. Im Herbst geht es auf Klassenfahrt und ich habe mich schon länger gefragt, wo we stecken könnte. Nachdem das Bett bezogen war, habe ich dann direkt mal den Schrank mit Bettbezügen sortiert und dann gab es Kaffee . Ich war sehr zufrieden mit meiner Aktion. Liebe Grüße, Britta

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    1. antetanni Autor

      Super gemacht, liebe Britta. Genauso läuft es hier – mehr oder weniger auch. Ich gehe auch alles andere als strukturiert an die Sache ran, da es überall viel zu viel Zeugs gibt, suche ich mir quasi nach Lust und Laune hier und da eine Ecke aus oder es ergibt sich auch, wie bei deiner Unter-dem-Bett-Aktion, spontan ein Bereich, der entrümpelt werden könnte und kann. Es ist ja doch immer wieder erstaunlich, wie viel sich wo findet… Ohhh, dein Schlafsack lässt mich ganz leise hoffen, dass irgendwo doch noch meine Wanderhose auftaucht, ich bin so traurig, dass sie weg ist, aber ich befürchte, sie ist versehentlich beim Aussortieren von Kleidung mit in den Kleidersack gerutscht. Herrje.
      Das digitale Ausmisten lässt mich auch zufrieden(er) auf meine Festplatte blicken, ein erster Schritt ist getan, mal gucken, was ich mir als nächstes vorknöpfe. 😉
      Liebe Grüße
      Anita

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